24.09.2021 | Deutschland Tankstellenverband fordert: Mehr Sicherheit für Mitarbeiter während Corona-Pandemie

Nach dem schockierenden Mord an einem Tankstellen-Mitarbeiter in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz hat sich nun auch der Deutsche Tankstellenverband eingeschaltet. Und er fordert: Mehr Sicherheit für Mitarbeiter. Alle Infos dazu findet ihr hier.

Foto: Angelika Warmuth / dpa

Diese Nachricht hat ganz Deutschland schockiert: In Idar-Oberstein war am Samstagabend ein 20-jähriger Tankstellenmitarbeiter getötet worden, weil er einen Kunden auf die bestehende Maskenpflicht hingewiesen hatte. Jetzt hat sich dazu der Tankstellen-Interessenverband geäußert. Er wirft der Politik vor, die Mitarbeiter bei der Maßnahmen-Durchsetzung alleine zu lassen. Denn: Werden die Corona-Regeln in Tankstellen oder auch in Geschäften nicht durchgesetzt, dann droht ein Bußgeld von den Ordnungsämtern.

"Mit den Corona-Regeln wälzt die Politik polizeiliche Aufgaben auf Unternehmen ab. Der Tankstellenbedienstete wird zum Polizisten",

so Sprecher Herbert Rabl zur "Welt".

Viel Aggressions-Potenzial während der Corona-Pandemie

Das Potenzial für Wut und Aggressionen seitens der Bürger sei aktuell sehr hoch: Der Straßenverkehr, Wartezeiten, hohe Spritpreise und eben Corona-Regeln sind viele Dinge, mit denen Verkäufer im Einzelhandel, in Supermärkten und eben Tankstellen täglich konfrontiert werden. Laut Stephan Zieger, Geschäftsführer des Bundesverbands freier Tankstellen sei das größte Problem, dass die Tankstellen kaum durchgreifen könnten. Betritt ein Kunde die Tankstelle, hat er schon getankt und MUSS dementsprechend auch bedient und abkassiert werden. Polizei und Ordnungsamt seien nicht sofort greifbar. Und nun sei die Frage der Mitarbeiter: "Wie werden wir geschützt?"

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