16.10.2020 | Deutschland Telefonische Krankschreibung: Ab Montag kommt die Regelung zurück

Wir kennen sie noch aus den Zeiten des Lockdowns im Frühjahr 2020: Die telefonische Krankschreibung! Ab Montag soll sie wieder gelten. Warum aber?

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die telefonische Krankschreibung, ein alter Bekannter aus dem Frühjahr 2020.  Ab Montag soll sie nach einem Beschluss des Bundesauschuss im Gesundheitswesen wieder möglich werden. Vorerst gilt sie dann erstmal bis Ende des Jahres

Krankschreibung für sieben Tage

Wer Krankheitssymptome hat muss dann nicht mehr selbst in die Praxis, sondern kann sich von seinem Hausarzt nach einem telefonischen Gespräch krankschreiben lassen. Der Attest gilt dann für sieben Tage und kann ein weiteres mal telefonisch um sieben Tage verlängert werden. 

Praxen sollen nicht überlastet werden

Die Idee dahinter ist, dass Arztpraxen in der Grippe- und Erkältungszeit nicht unnötig überlastet werden sollen, weil sie so in Einzelfällen zu Corona-Herden werden könnten. 

Erfahrungen aus dem Frühjahr

Und die Erfahrungen mit dem Modell aus dem Frühjahr fallen positiv aus. Zwar gab es laut der Krankenkasse AOK im März mehr krankheitsbedingte Arbeitsausfälle als im Mittel der zehn Jahre davor, alles in allem scheinen die Arbeitnehmer aber sehr verantwortlich mit dem Angebot umgegangen zu sein. 

Von Mai bis Juli lagen die Daten nämlich sogar unter dem Durchschnitt der letzten Jahre.