28.11.2009 | Deutschland Wahlen in Namibia - SWAPO-Sieg erwartet

Wahlen in Namibia - SWAPO-Sieg erwartet
Präsident von Namibia und SWAPO-Chef: Hifikepunye Pohamba
Im Südwesten Afrikas sind am Samstag Namibias Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in den zweiten Tag gegangen. Bis zum Abend sind knapp eine Million Wähler in der einstigen deutschen Kolonie aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Angesichts der Zersplitterung der Opposition wird erwartet, dass die ehemalige Befreiungsorganisation SWAPO auch bei den vierten Wahlen seit der Unabhängigkeit des Landes (1990) von Südafrika wieder stärkste Kraft im Parlament wird. Das Wahlergebnis wird nicht vor Mitte kommender Woche erwartet.

Jürgen Langen, Generalsekretär der deutschen Afrikastiftung, zeigte sich von der Organisation der Wahlen beeindruckt. «Der Eindruck den wir bisher hatten, war ausgesprochen gut. Was die Abläufe als auch die Versorgung der Wahllokale angeht, war das was wir gesehen haben wirklich ausgezeichnet.» Dies gelte auch für die Kooperation mit den Sicherheitskräften und Wahlleitern.

Obwohl ihm Beobachter Stimmenverluste voraussagen, gilt die Wiederwahl von SWAPO-Chef Hifikepunye Pohamba (74) zum Staatschef als sicher. Er ist der Nachfolger von Gründerpräsident Sam Nujoma.

Namibia ist auch am Ende des zweiten Jahrzehnts seit der Unabhängigkeit ein friedliches Land, doch nehmen die sozialen Konflikte zu. Haupteinnahmequellen sind neben dem stetig wachsenden Tourismus Bergbau (Uran und Diamanten), Fischerei und Landwirtschaft. Beherrschende politische Kraft ist die SWAPO, die bis 1988 mehr als zwei Jahrzehnte lang einen Guerillakrieg gegen der Mandatsmacht Südafrika geführt hatte. Die Südafrikanische Union hatte Namibia nach dem ersten Weltkrieg besetzt. (Quelle: Windhuk (dpa/lby))