01.12.2022 | Deutschland WM 2022: Deutschland trotz Sieg ausgeschieden

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der WM in Katar schon nach der Gruppenphase ausgeschieden. Das 4:2 (1:0) gegen Costa Rica am Donnerstag in Al-Chaur war für die DFB-Auswahl zu wenig für ein Weiterkommen. Wie 2018 schon reist Deutschland nach der Gruppenphase heim. Müller spricht von Abschied, Flick will bleiben. Alles zum Spiel lest ihr hier.

Foto: Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das war es schon für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Katar. Das 4:2 gegen Costa Rica ist zu wenig, Spanien hilft nicht mit. Wie 2018 reist das DFB-Team nach der Vorrunde heim.

Bundestrainer Hansi Flick flüchtete eilig vom Ort des nächsten WM-Desasters, seine blamierten Spieler blieben fassungslos zurück. Der deutsche Fußball liegt vier Jahre nach dem historischen Vorrunden-Aus schon wieder am Boden. Nach Joachim Löw in Russland hat es auch Nachfolger Flick bei der WM in Katar böse erwischt. 

4:2 Sieg reicht nicht für ein Weiterkommen 

Das dürftige 4:2 (1:0) im letzten Gruppenspiel gegen das limitierte Costa Rica nach späten Joker-Toren von Kai Havertz (73./85. Minute) und Niclas Füllkrug (89.) reichte am Donnerstag in Al Chaur nicht für den Einzug in die K.o.-Runde. Japans überraschender 2:1-Sieg gegen Spanien riss die DFB-Auswahl aus allen Achtelfinal-Hoffnungen.

DFB-Elf nerneut in der Vorrunde ausgeschieden

Nach einer erneut missratenen Vorrunde fliegen die mit Titelträumen angereisten deutschen Spieler blamiert zurück nach Deutschland, wo auf den DFB, Bundestrainer Flick und Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff unruhige Adventstage mit kritischen Fragen nach der Zukunft warten.

Das Kopfballtor von Serge Gnabry (10. Minute) in der schwungvollen Anfangsphase entpuppte sich als Täuschung einer Mannschaft, die ihre Qualität zu selten wie beim 1:1 gegen Spanien auf den Platz brachte. Yeltsin Tejeda (58.) und Juan Pablo Vargas (70.) brachten vor 67.054 Zuschauern im Al-Bait-Stadion den Außenseiter sogar kurz in Führung. 

Die drei späten Tore sicherten dem DFB-Team zwar noch den Sieg, aber nicht mehr den Einzug in die K.o.-Runde.

Erste Schiedsrichterin bei einer Männer-WM 

Fast eine Randnotiz war da der Auftritt von Schiedsrichterin Stéphanie Frappart. Die 38 Jahre alte Französin leitete als erste Frau in der Historie ein Spiel der Fußball-WM der Männer und hatte das Geschehen gut im Griff.

Flick setzt auf alle nominierten Bayern-Spieler

Trotz aller Rufe nach einem Startelf-Platz für Superjoker Füllkrug setzte Coach Flick zu Beginn total auf "seine" ehemaligen Bayern-Spieler. Alle sieben verfügbaren Münchner liefen auf, ganz vorn Thomas Müller. Leroy Sané kam als einziger neu ins Team. Joshua Kimmich rückte aus dem zentralen Mittelfeld auf die rechte Abwehrseite und ersetzte dort Thilo Kehrer. Füllkrug bekam wieder die Joker-Rolle. "Eine schwere Entscheidung", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Flick verriet, diese Frage lange offen gehalten zu haben.

Abschied von Thomas Müller? 

Nach dem Spiel spricht  Bayernspieler Thomas Müller über seine offene Zukunft bei der Nationalmannschaft und stellt ein mögliches Ende seiner Karriere beim DFB in Aussicht. In einer emotionalen Rede bedankt er sich bei den Fans, die ihn seit 2009 treu begleiten:

Es war ein enormer Genuss. Liebe Leute, vielen Dank. Wir haben unglaubliche Momente miteinander gehabt», sagte er. «Ich habe in jedem Spiel versucht, meint Herz auf dem Platz zu lassen. Allen Einsatz geliefert. Manchmal gab es einen neuen Trend durch meine Aktionen, manchmal hatten auch die Zuschauer Schmerzen im Gesicht, weil Aktionen nicht gelungen sind. Ich habe es mit Liebe getan. Da könnt ihr euch sicher sein. Und alles Weitere muss ich erst mal sehen.

Bundestrainer Hansi Flick hingegen will trotz des Scheiterns in der WM-Vorrunde im Amt bleiben. Sein Vertrag läuft bis 2024. Da findet die EM in Deutschland statt. 

"Von meiner Seite schon, mir macht es Spaß. Wir haben eine gute Mannschaft, gute Spieler, die nachkommen. Von daher liegt es nicht an mir",

sagte der Coach am Donnerstag in der ARD.

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