01.03.2021 | Nachrichten Gemeinsam gegen Corona: Bayern und Sachsen beschließen Covid19-Allianz

In den Grenzgebieten zu Tschechien gibt es weiterhin hohe Inzidenzzahlen. Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, wollen Sachsen und Bayern künftig enger zusammenarbeiten. Helfen soll dabei ein gemeinsam ausgearbeiteter Zehn-Punkte-Plan.

Foto: Peter Kneffel/dpa Die Ministerpräsidenten Kretschmer und Söder beschließen eine Covid19-Allianz.

Die jetzigen Werkzeuge der Corona-Pandemie reichen Sachsen und Bayern nicht mehr aus. Die Ministerpräsidenten Söder und Kretschmer starten deswegen eine „COVID-19-Allianz“ – eine noch engere Zusammenarbeit beider Bundesländer, um endlich Herr der Corona-Lage zu werden. Helfen soll dabei ein Zehn-Punkte-Plan. 

1. Grenzkontrollen
  • Lückenlose Grenzkontrollen, Einhaltung der Einreisevoraussetzungen
  • Einreise nur mit negativem Testergebnis
2. Testkonzepte
  • Einheitliche Testkonzepte zwischen Bayern und Sachsen 
  • Unterstützung von Betrieben und Kommunen beim Angebot flächendeckender Schnelltests
  • Unterstützung von Tschechien beim Aufbau von Teststationen und Ausbau der Testkapazitäten
3. „Pendlerquarantäne“ für Grenzgänger und -pendler
  • Abstimmung beider Bundesländer bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten.
  • In Hot-Spots:  Örtliche Behörden ordnen für Grenzgänger und -pendler eine "Pendlerquarantäne" an
    Heißt: kein Verlassen des Arbeits-/Schul-/Ausbildungswegs für Grenzgänger
    Und: Grenzpendler nach Tschechien verlassen ihre Wohnung nur aus triftigen Gründen
  • Stichprobenartige Kontrollen
4. Virusvarianten
  • Gemeinsames „Virusvarianten-Monitoring“: Erstellung eines grenzüberschreitenden Lagebilds, Maßnahmenkonzepte für „Ausbruchs-Cluster“
5. Sicheres Arbeiten
  • Möglichst umfassende, branchenspezifische Home-Office-Lösungen, Mindestanforderungen an Hygiene- und Testkonzepte im gesamten deutsch-tschechischen Grenzraum
  • Betriebe kontrollieren auf örtliche Anordnung die erforderlichen Testnachweise der Pendler
  • Schnelltests am Arbeitsplatz
  • „Pakt für sichere Unterbringung“: Unterstützung bei der Bereitstellung von Wohnraum für Pendler aus Tschechien
  • Muster-Hygienekonzepte für Betriebe mit Grenzgängern. In der Regel sind das: Mindestabstand, FFP2-Pflicht, feste Gruppen, Testkonzept
  • Austausch der Gesundheitsämter und Gewerbeaufsichten in Bayern und Sachsen
6. Hot-Spot Regelungen
  • Verschärfte Regeln für Hotspots mit Inzidenz über 100  
  • Fortsetzung von Schließungen (Geschäfte, Kitas etc.), Distanzunterricht im Schulbereich, Ausgangsbeschränkungen
7. Kontaktnachverfolgung
  • Kontaktpersonen und Infizierte sollen schnell benachrichtigt werden, vor allem in Mutationsgebieten
  • Enge Begleitung der Betroffenen mit häufiger Kontaktaufnahme
  • Quarantäneanordnungen werden stärker kontrolliert
8. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
  • Konsequente Isolation Infizierter und der Kontaktpersonen als effektivstes Mittel
  • In Hot-Spots soll der Kontrolldruck durch alle Behörden noch einmal erhöht werden.
9. Krankenhausversorgung / Lagebild
  • Bayerische und sächsische Krankenhäuser sollen tschechische COVID-19 Patienten aufnehmen
  • Probleme frühzeitig erkennen: Erstellung eines gemeinsamen Lagebildes anhand von Kennzahle (Infektionszahlen, Bettenbelegung, Mutationen)
10. Impfen
  • Erfahrungsaustausch zur jeweiligen Impfstrategie, vulnerable Personen sollen schnellstmöglich geimpft werden 
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