08.08.2009 | Sport Auch Mosley erwartet starkes Schumacher-Comeback

Weltverbandschef Max Mosley erwartet ein starkes Formel-1-Comeback von Rekordweltmeister Michael Schumacher. «Er wird großartige Leistungen zeigen, so wie wir es von ihm gewohnt sind.

Auch Mosley erwartet starkes Schumacher-Comeback
Max Mosley (r) spricht 2002 mit dem damaligen F1-Weltmeister Michael Schumacher.
Weltverbandschef Max Mosley erwartet ein starkes Formel-1-Comeback von Rekordweltmeister Michael Schumacher.

«Er wird großartige Leistungen zeigen, so wie wir es von ihm gewohnt sind. Ein Michael Schumacher kann gar nicht langsam fahren», sagte der Präsident des Internationalen Automobilverbands FIA der «Bild»-Zeitung. Schumacher soll bei Ferrari den verletzten Stammpiloten Felipe Massa ersetzen und erstmals beim Großen Preis von Europa in Valencia am 23. August starten. «Das ist großartig. Das gibt der Formel 1 einen riesigen Schub», meinte Mosley.

Der Brite sieht für den 40 Jahre alten Schumacher bei dessen Rückkehr nach knapp drei Jahren Rennpause sogar Siegchancen. «Michael Schumacher ist ein Siegertyp, das hat er oft bewiesen. Er kann gewinnen. Er holt das beste aus jedem Auto raus, oft mehr als jeder andere Fahrer», befand Mosley. Der FIA-Chef will nicht ausschließen, dass Schumacher sogar noch ein weiteres Jahr in der Königsklasse fahren könnte. «Das hängt natürlich auch stark davon ab, ob sein Auto siegfähig ist. Aber wenn ein Schumacher wieder vom Rennvirus infiziert ist - wer weiß?»

Dagegen warnte Schumacher-Manager Willi Weber vor überzogenen Erwartungen an den siebenmaligen Champion. «Die Voraussetzungen sind alles andere als optimal. Michael kennt das aktuelle Auto nicht, das KER-System logischerweise auch nicht. Er kennt die neue Generation der Slickreifen nicht. Auf der Strecke in Valencia ist er noch nie gefahren», sagte Weber dem «Express». Der Ferrari sei in diesem Jahr kein «Gewinner-Auto», meinte der Manager. «Also: Schön die Kirche im Dorf lassen.»

Schumacher trainiert derzeit intensiv für seine Rückkehr auf die Rennstrecke. Wegen einer Nackenverletzung nach einem Motorrad-Unfall steht hinter seinem Einsatz in Valencia weiterhin ein Fragezeichen. Ohnehin muss Schumacher zunächst die üblichen medizinischen Tests absolvieren, um Grünes Licht für einen Start zu erhalten. Schon jetzt absolviere er alle Übungseinheiten unter medizinischer Aufsicht, sagte Manager Weber. «Das hat nichts mit eventuellen Bedenken zu tun, sondern dient der reinen Vernunft», fügte Weber hinzu. Die Checks werden nach Ansicht Webers die letzten Zweifel am Comeback des Kerpeners ausräumen: «Wenn Michael in Valencia ins Auto einsteigt, wird er bereit und hundertprozentig fit sein.» (Quelle: Stuttgart (dpa/lby))