19.04.2009 | Sport Barcelona und Real Madrid siegen im Gleichschritt

Der FC Barcelona und Real Madrid siegen im Gleichschritt.

Barcelona und Real Madrid siegen im Gleichschritt
Carles Puyol (l) vom FC Barcelona und Getafes Ikechukwu Uche drängeln um den Ballbesitz.
Der FC Barcelona und Real Madrid siegen im Gleichschritt. Die Katalanen setzten vier Tage nach ihrem Champions-League-Erfolg über den FC Bayern München den Triumphzug in der spanischen Fußball-Liga mit einem 1:0-Sieg beim «Angstgegner» FC Getafe fort.

Die «Königlichen» gewannen beim Abstiegskandidaten Recreativo de Huelva ebenfalls mit 1:0, mussten sich wegen ihres «Minimalisten-Fußballs» aber heftige Kritik gefallen lassen. Tabellenführer Barça (78 Punkte) verteidigte sieben Spieltage vor Saisonende seinen Sechs-Punkte-Vorsprung vor Real (72).

Die Küsntler aus Barcelona brannten in der Madrider Vorstadt Getafe, wo sie in den vergangenen vier Jahren nicht hatten gewinnen können, ein neues Fußball-Feuerwerk ab. Trotz eines mitreißenden Sturmlaufs von Lionel Messi, Thierry Henry & Co reichte es jedoch nur zu einem Treffer des argentinischen Dribbelkünstlers in der 18. Minute. Dass nicht mehr Treffer heraussprangen, lag zum einen an Getafes Torwart Vladimir Stojkovic. Der Serbe machte beste Chancen der Katalanen zunichte. Zum andern annullierte der Schiedsrichter einen weiteren Messi-Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung und versagte Barça zudem zwei Elfmeter.

Der Unparteiische widerlegte damit die Theorie der Madrider Sportpresse, wonach der FC Barcelona von Spaniens Schiedsrichtern bevorzugt werde. «Barça wird Meister auf Geheiß des Verbandes», hatte «Marca» erst kürzlich behauptet. Das in Barcelona erscheinende Fachblatt «Sport» konterte nun: «Was sagen jetzt jene, die von einem 'Meister per Dekret' gesprochen hatten?»

Einig waren sich die Kommentatoren in der Kritik an der unansehnlichen Spielweise Reals, das außer dem Siegtor durch Marcelo (50.) wenig zu bieten hatte. «Die Madrilenen könnten ihre 1:0-Siege als Patent registrieren lassen: möglichst wenig Aufwand, kein schmückendes Beiwerk, Minimalismus in Perfektion», witzelte das Sportblatt «As».

Für Erheiterung auf den Rängen sorgte allein ein Rebhuhn, das in der zweiten Halbzeit auf dem Rasen gelandet war. Das Spiel wurde unterbrochen, bis ein Spieler den Vogel eingefangen hatte. «Die Partie war so schlecht, das Kombinationsspiel so langsam, der Raum von den 22 Kickern so wenig abgedeckt und das Publikum so sehr in Lethargie versunken, dass das Rebhuhn sich in einem Nationalpark wähnte», spottete die Zeitung «El País». (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Madrid ) (Quelle: )