05.04.2009 | Sport Bayer beendet Talfahrt - 2:0-Sieg in Köln

Bayer Leverkusen hat seine sportliche Talfahrt gestoppt. Mit dem 2:0 (0:0) im emotions- und spannungsgeladenen 48. rheinischen Bundesliga-Derby beim 1. FC Köln beendete die Fußball-Werkself ihre Serie von fünf Erstliga-Spielen ohne Sieg und nahm wieder den UEFA-Cup ins Visier.

Bayer beendet Talfahrt - 2:0-Sieg in Köln
Der Kölner Torhüter Faryd Mondragon (in gelb) klärt die Situation.
Bayer Leverkusen hat seine sportliche Talfahrt gestoppt. Mit dem 2:0 (0:0) im emotions- und spannungsgeladenen 48. rheinischen Bundesliga-Derby beim 1. FC Köln beendete die Fußball-Werkself ihre Serie von fünf Erstliga-Spielen ohne Sieg und nahm wieder den UEFA-Cup ins Visier.

Mit 41 Punkten rückte das Team von Trainer Bruno Labbadia nach dem 26. Spieltag an Borussia Dortmund und Schalke 04 vorbei auf Tabellenplatz sieben. Aufsteiger Köln und Chefcoach Christoph Daum haben trotz der Niederlage in diesem Prestige-Duell bei 32 Zählern nur noch geringe Abstiegssorgen.

Vor 49 800 Fans im nicht ganz ausverkauften RheinEnergieStadion zeichneten Stefan Kießling (66. Minute) und der Ex-Kölner Patrick Helmes (76./Foulelfmeter) verantwortlich für das Ende der Bayer-Krise. Bei den Gastgebern verlängerten sich zwei Negativ-Bilanzen: Der FC ist zu Hause nun schon seit dem 7. November 2008 (2:1 gegen Hannover) sieglos und seit dem 4:0 am 24. Mai 1997 ohne Heimerfolg gegen den rheinischen Nachbarn, der damals von Daum trainiert wurde.

«Es hat mir nichts ausgemacht, dass ich hier beim Elfmeter ran musste. Ich bin unser Schütze und war mir auch sicher, dass ich ihn reinmache», sagte Helmes über die Nervenprobe vom ominösen Punkt an alter Wirkungsstätte. «Ich bin froh, dass wir gewonnen haben.» Dies galt nach dem «wichtigen Sieg ohne Schönheitspreis» (Kapitän Simon Rolfes) auch für Rudi Völler: «Wir sind wieder im Rennen», frohlockte Bayers Sportdirektor. «Es waren drei ganz wichtige Punkte, weil sonst der Abstand zu den internationalen Plätzen zu groß geworden wäre.»

Beide Trainer mussten bei den Startaufstellungen improvisieren. Für den verletzten Marvin Matip beorderte Daum Kevin McKenna auf die linke Verteidiger-Position. Daniel Brosinski und Derek Boateng spielten überraschend von Beginn an. Labbadia fehlten Gonzalo Castro und Pirmin Schwegler. Nationalspieler Manuel Friedrich kehrte nach seiner Knie-Operation in die Innenverteidigung zurück, Arturo Vidal (Augen-/Gesichts-Verletzung) stand ebenfalls wieder zur Verfügung.

Schon in der 4. Minute demonstrierten FC-Torhüter Faryd Mondragon und der Ex-Kölner Lukas Sinkiewicz beim von Mondragon «gesuchten» Zusammenprall den kämpferisch hohen Stellenwert des Derbys. Der Kolumbianer Mondragon musste bei Henriques Distanzschuss (15.) sein ganzes Können zeigen, um gegen die spielerisch leicht überlegenen Gäste das 0:1 zu verhindern. Mit taktischer Disziplin neutralisierten sich beide Teams gegenseitig, Strafraum-Szenen waren Mangelware.

Nach der Pause übernahm Bayer anfangs das Kommando und hatte durch Helmes (49.) auch die erste Chance. Doch der Elan verpuffte. Labbadia ging mit einem Doppel-Wechsel, als Toni Kroos und Renato Augusto (63.) aufs Feld kamen, auf volles Risiko. Das wurde durch Kießlings zehntes Saisontor rasch belohnt. Zehn Minuten später machte Helmes mit dem sicher verwandelten Strafstoß, den Geromel an Kießling verursacht hatte, bei seinem 18. Saisontreffer alles klar für Bayer. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Köln ) (Quelle: )