13.03.2009 | Sport Bremens Wiese schimpft: Traurig, was wir bieten

Angesichts des dünnen Polsters schwant Tim Wiese wenig Gutes für das Rückspiel in St. Etienne. «Wenn wir dort auch so antreten, dann wird es ganz schwer», prophezeite Werder Bremens Keeper nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel des UEFA-Cup-Achtelfinales.

Bremens Wiese schimpft: Traurig, was wir bieten
Auch Werders Stürmer Hugo Almeida traf dass Tor nicht.
Angesichts des dünnen Polsters schwant Tim Wiese wenig Gutes für das Rückspiel in St. Etienne. «Wenn wir dort auch so antreten, dann wird es ganz schwer», prophezeite Werder Bremens Keeper nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel des UEFA-Cup-Achtelfinales.

Auch den Nationaltorwart hatte die zweite Halbzeit gegen den 17. der französischen Liga geärgert, in welcher der Fußball-Bundesligist nach flottem Auftakt sein zweites Gesicht zeigtedas mit dem behäbigen und umständlichen Spiel, das Werder auch in vielen Partien gegen Abstiegskandidaten der Bundesliga gezeigt hat.

«Das ist schon traurig, was wir unseren Zuschauern hier geboten haben», schimpfte Wiese. «Die Laufbereitschaft in der zweiten Halbzeit ging gar nicht. Es gab Zeiten, da haben wir solchen Mannschaften mit voller Power vier Tore reingehauen.» Dass die Werder-Profis auch anders können, das zeigten sie beim Powerplay der ersten Halbzeit, in der angesichts des einzigen Treffers durch Naldo (20.) nur die unzureichende Chancenverwertung zu bemängeln war.

«Man hätte mit 1:0 zufrieden sein können, weil das kein schlechtes Resultat ist», sagte Manager Klaus Allofs: «Aber so wie das Spiel gelaufen ist und wie die Leistung war, bin ich nicht zufrieden.» Die in der Abwehr wackeligen Franzosen wurden zu wenig beschäftigt, und Werder brachte sich damit unnötig in Gefahr. Zum Rückspiel sagte Allofs: «Wir werden viel besser spielen müssen als wir es heute getan haben. Da wird uns ein Hexenkessel erwarten, da wäre es schöner gewesen, wenn man ein Polster gehabt hätte.»

«Man hatte den Eindruck, dass das Team vom Kopf her müde war», berichtete Allofs von seinen Eindrücken. Ein Grund könnten die vielen Spiele während der Woche sein. Wiese vermutet allerdings, dass die Einstellung fehlt. «Es ist bei uns doch ein Unterschied zu spüren, ob wir gegen Inter oder AC Mailand spielen oder eben gegen St. Etienne», lautete das traurige Fazit des Keepers.

«Wir haben geglaubt, dass es mit wenig Aufwand geht», klagte denn auch Trainer Thomas Schaaf über die zweite Halbzeit und bemängelte: «Wir haben uns zu weit zurückgezogen.» Dadurch habe seine Mannschaft St. Etienne «immer wieder ins Spiel gebracht». Angesichts der Launenhaftigkeit der Profis kündigte Schaaf an: «Wir werden die Mannschaft nicht in Ruhe lassen.»

Dass die Einstellung mit den Schlagzeilen über Stürmer Claudio Pizarro und Clubchef Jürgen Born zu tun haben, glaubt keiner der Verantwortlichen. «Ich weiß, dass die Spieler das registrieren, aber das hat nicht dazu geführt, dass sie abgelenkt sind», sagte Allofs, der kommissarisch derzeit die Leitung der Geschäftsführung inne hat. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Bremen ) (Quelle: )