08.08.2009 | Sport BVB siegt durch Matip-Eigentor mit 1:0

Diese Premiere wird Fußballprofi Marvin Matip so schnell nicht vergessen. In der 65. Minute eingewechselt, in der 75. Minute der entscheidende Mann des Spiels: Matips erstes Eigentor im 43. Bundesliga-Einsatz bescherte Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln einen 1:0 (0:0)-Erfolg.

BVB siegt durch Matip-Eigentor mit 1:0
Dortmunds Lucas Barrios spielt den Ball vor Kevin McKenna (r) aus Köln.
Diese Premiere wird Fußballprofi Marvin Matip so schnell nicht vergessen. In der 65. Minute eingewechselt, in der 75. Minute der entscheidende Mann des Spiels: Matips erstes Eigentor im 43. Bundesliga-Einsatz bescherte Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln einen 1:0 (0:0)-Erfolg.

Der unglückliche Matip und seine Kölner Kollegen schlichen gesenkten Hauptes vom Rasen des mit 78 200 Zuschauern gefüllten Dortmunder WM-Stadions, doch der neue FC-Chefcoach Zvonimir Soldo war nach den 90 Minuten die Ehrlichkeit in Person: «Dortmund hat verdient gewonnen. Wir haben vorn zu wenig gemacht», räumte der Bundesliga-Trainerdebütant ein.

Matip wollte zu seinem Missgeschick nichts sagen, Kölns überragender Torhüter Faryd Mondragon war ein wenig gesprächiger: «Wir haben zu wenig gemacht», wiederholte der 38 Jahre alte Kolumbianer die Worte seines Übungsleiters Soldo fast wörtlich. Ohne Mondragon hätte es wohl einen Kantersieg für den BVB gegeben: «Er hat ein paar geile Bälle gehalten. Den haben wir richtig warmgefeuert», konstatierte der sichtlich erleichterte Dortmunder Trainer Jürgen Klopp.

Ohne den verletzt fehlenden 10-Millionen-Euro-Rückkehrer Lukas Podolski und Rekonvaleszent Milivoje Novakovic war die Offensive von Vorjahresaufsteiger Köln nur ein Lüftchen. Das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen der Star-Stürmer Lucas Barrios beim BVB und Podolski entfiel, weil sich der deutsche Nationalspieler am Tag vor der Partie verletzt abmeldete. Der portugiesische Neuzugang Maniche rückte an seine Position, Sebastian Freis war einzige Spitze. Außer Podolski und Novakovic musste Soldo auch Abwehrchef Pedro Geromel ersetzen. Klopp standen Kapitän Sebastian Kehl und Linksverteidiger Leonardo Dede nicht zur Verfügung.

Die anfangs tolle Stimmung auf den Rängen schwand, weil beide Teams in den ersten 45 Minuten in der Spieleröffnung und bei den Kreativmomenten Schwächen zeigten. Dortmund war überlegen, ohne zwingend zu sein. Neven Subotic (16.) hatte die größte Chance, als Mondragon einen Kopfball des Innenverteidigers auf der Linie klärte. Einen gefährlichen Subotic-Freistoß (19.) lenkte Mondragon zur Ecke.

Der für mehr als vier Millionen Euro verpflichtete argentinische «Welttorjäger» Barrios hatte vier Minuten nach Wiederbeginn das 1:0 auf dem Kopf, zirkelte den Ball aber vorbei. Jetzt kam der tief gestaffelte FC kaum noch aus der Abwehr. Mondragon musste gegen Tamas Hajnal (54.) und Nelson Valdez (55.) sein ganzes Können aufbieten, um den Gegentreffer zu verhindern. Felipe Santanas Kopfball traf das Aluminium (63.) des FC-Gehäuses. FC-Neuzugang Freis verpasste in der 64. Minute eine gefährliche Flanke des eingewechselten Fabrice Ehret. Matips Knie-Treffer entschied schließlich die Partie, Mondragon war machtlos. Am Ende war der BVB-Erfolg glücklich, aber verdient, zumal Ehret (84.) bei einem Tinga-Kopfball auf der Linie klärte. «Das Powerplay nach der Pause hat uns zum verdienten Sieger gemacht», sagte Klopp. (Quelle: Dortmund (dpa/lby))