06.04.2009 | Sport Dallas mit Offensiv-Power in die NBA-Playoffs

Mit einem Offensiv-Feuerwerk der Extraklasse haben Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks den Einzug in die NBA-Playoffs so gut wie perfekt gemacht und erneut Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison geweckt.

Dallas mit Offensiv-Power in die NBA-Playoffs
Dirk Nowitzki jubelt nach einem Dreipunktewurf.
Mit einem Offensiv-Feuerwerk der Extraklasse haben Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks den Einzug in die NBA-Playoffs so gut wie perfekt gemacht und erneut Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison geweckt.

Die «Mavs» fegten die Phoenix Suns, einzig verbliebener Konkurrent um den letzten Platz in der K.o.-Runde der Western Conference, mit 140:116 aus dem American Airlines Center. Nur wenn Nowitzki und Co. ihre letzten fünf Partien in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga verlieren und Phoenix an den verbleibenden fünf Spieltagen alles gewinnt, ist Dallas die neunte Playoff-Teilnahme in Serie noch zu nehmen.

«Das kann eine lustige Woche werden», sagte Nowitzki mit Blick auf das nächste Top-Duell am 8. April gegen die Utah Jazz, die in New Orleans 108:94 gewannen. Der Würzburger war mit 28 Punkten erneut bester Werfer seines Teams und erzielte zum 20. Mal in Serie mehr als 20 Zähler. Dem deutschen Ausnahmespieler wurde die Show aber noch von Jason Kidd gestohlen. Der Spielmacher kam auf 19 Punkte und die Saisonbestmarke von 20 Assists. Erst einmal bracht es Kidd auf mehr Vorlagen: Vor 13 Jahren nach zweimaliger Verlängerung gegen Utah (25).

Der 36-Jährige hat jetzt 10 148 Assists auf seinem Karriere-Konto, womit er in der ewigen Rangliste Lakers-Legende Magic Johnson von Platz drei verdrängte. «Einige seiner Einlagen waren phänomenal», schwärmte Trainer Rick Carlisle. Die Fans bedachten Kidd nach seinem 14. Assist des Abends, mit dem er Johnson überflügelte, mit Ovationenparallel dazu verwandelte Nowitzki zwei Freiwürfe.

Auch sonst gelang den Gastgebern fast alles. Mit der Halbzeitsirene traf Josh Howard (24 Punkte) aus mehr als 20 Metern Entfernung. Nach der Pause blockte Howard zunächst einen Wurf von Steve Nash, dann Nowitzki einen von Grant Hill, ehe der 30-Jährige Erick Dampier mit einem langen Pass bediente, den dieser per Dunking in den Korb stopfte. Die Hausherren reihten vor 20 301 begeisterten Fans eine Bestmarke an die nächste: höchster Saisonsieg, größte Halbzeitführung, die meisten Dreier und Assists.

«Ich kann es nicht fassen, dass wir in so einem entscheidenden Spiel so eine Leistung liefern», schimpfte Suns-Interims-Coach Alvin Gentry. Bei Dallas herrschte dagegen eitel Sonnenschein. «Es war ein magischer Abend», jubelte Carlisle, der sich mit seinem Team zwei Tage zuvor noch eine peinliche Niederlage in Memphis eingehandelt hatte. «Wir fühlen, dass wir ein gefährliches Team sind.»

Nachdem die «Mavs» die Playoff-Fahrkarte nun praktisch sicher haben, geht es in den verbleibenden Begegnungen darum, die Utah Jazz noch vom siebten Rang zu verdrängen, um in der ersten Runde einem Duell mit den Los Angeles Lakers aus dem Weg zu gehen. Denn auch wenn Dallas am bislang wichtigsten Tag der Saison alles gelanginsgesamt agiert der Vizemeister von 2006 zu unbeständig, um tatsächlich eine wichtige Rolle spielen zu können.

Doch nach der Gala gegen die Suns hält Nowitzki wieder alles für möglich. «Wenn wir gesund sind, können wir jedes Team schlagen. Leider war das bislang nicht oft der Fall. Doch wenn es nun eine Weile so bleibt und Josh Howard weiter auf hohem Niveau spielt, sind wir schwer zu besiegen», prophezeite der 2,13-Meter-Riese. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Dallas ) (Quelle: )