18.04.2009 | Sport Dank Grafite: Wolfsburg besiegt Leverkusen 2:1

Tabellenführer VfL Wolfsburg bleibt das Maß aller Dinge. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath feierte mit dem 2:1 (1:0) über Bayer Leverkusen den zehnten Liga-Sieg in Serie und stellte damit den Rekord von Borussia Mönchengladbach aus dem Jahr 1987 ein.

Dank Grafite: Wolfsburg besiegt Leverkusen 2:1
Der Leverkusener Tormann Rene Adler kann den Elfmeter vom Wolfsburger Grafite nicht halten.
Tabellenführer VfL Wolfsburg bleibt das Maß aller Dinge. Die Mannschaft von Trainer Felix Magath feierte mit dem 2:1 (1:0) über Bayer Leverkusen den zehnten Liga-Sieg in Serie und stellte damit den Rekord von Borussia Mönchengladbach aus dem Jahr 1987 ein.

Torjäger Grafite mit einem fragwürdigen Foulelfmeter (23.) und nach einem tollen Konter (85.) erzielte vor 29 500 Zuschauern in der Volkswagen Arena die Tore für die Niedersachsen, die damit Liga-Primus bleiben. «Das ist heute gerade noch einmal gut gegangen. Aber es kann nicht immer gut gehen», sagte VfL-Regisseur Zvjezdan Misimovic. Schon vor einer Woche in Mönchengladbach hatten die Wolfsburger das 2:1 mit einem Tor in der Schlussphase erzwungen.

Toni Kroos (53.) traf für Bayer Leverkusen, das mit der zehnten Saison-Niederlage die Generalprobe für das Pokal-Halbfinale am 21. April gegen den FSV Mainz 05 verpatzte. «Das war eine bittere Niederlage. Wir hätten mehr Tore machen können, in der zweiten Halbzeit sogar machen müssen», haderte Bayer-Angreifer Stephan Kießling.

Im Aufeinandertreffen des besten Heim- und des besten Auswärtsteams brauchten die in Bestbesetzung angetretenen Hausherren eine gute Viertelstunde, um gegen den spielstarken Kontrahenten den ersten nachhaltigen Offensiv-Akzent zu setzen. Der 18-Meter-Schuss von Christian Gentner ins linke untere Eck wurde jedoch eine sichere Beute von Leverkusens Keeper René Adler (16.).

Nach dem zweiten Aufreger musste der Nationaltorhüter den Ball jedoch aus dem Netz holen. Grafite schickte ihn bei seinem siebten Elfmetertor in der laufenden Saison in die falsche Ecke und ließ sich für sein 21. Saisontor feiern. Zuvor war Grafite in einem Zweikampf mit Leverkusens Innenverteidiger Manuel Friedrich zu Boden gegangen. Schiedsrichter Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) zeigte sofort auf den Punkt.

In der Folge hätten die «Wölfe» noch bis zur Halbzeit für eine Vorentscheidung sorgen können. Adler klärte aber im eigenen Strafraum gegen den herrlich freigespielten Grafite (27.) und parierte glänzend nach einem Schuss von Edin Dzeko (30.). Kurz vor der Pause wurde der Bayer-Keeper dann zum Buhmann, als er mit frei auf das Tor zustürmenden Grafite vor der Strafraumgrenze zusammenprallte. Drees wertete die Aktion jedoch nicht als Foul und ließ, sehr zum Unmut der Kulisse, weiterspielen.

Bayer-Trainer Bruno Labbadia hatte offensichtlich die passenden Pausen-Worte parat, denn nach Wiederanpfiff präsentierte sich seine Elf wesentlich engagierter und auch aggressiver. Simon Rolfes traf erst nur die Latte (48.), Stephan Kießling scheiterte an VfL-Torhüter Diego Benaglio, ehe der Ball nach Kroos' erstem Treffer im Bayer-Trikot dann doch im Wolfsburger Tor lag.

Auch danach brauchten sich die beiden starken Torhüter nicht über mangelnde Beschäftigung klagen. Benaglio hielt alles, Adler hatte noch einmal das Nachsehen. Fünf Minuten vor Schluss schloss Grafite einen Konter eiskalt ab. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Wolfsburg ) (Quelle: )