30.03.2009 | Sport DEL: Favoriten siegen - DEG und Adler unter Druck

Das erste Geschenk hat Hans Zach schon erhalten, doch viel Zeit zum Feiern bleibt dem Eishockey-Trainer der Hannover Scorpions nicht.

DEL: Favoriten siegen - DEG und Adler unter Druck
Hannovers Tino Boos (Mitte) und Brandon Reid beim Bully.
Das erste Geschenk hat Hans Zach schon erhalten, doch viel Zeit zum Feiern bleibt dem Eishockey-Trainer der Hannover Scorpions nicht.

Schon am 31. März, einen Tag nach seinem 60. Geburtstag, ist der bayerische Coach mit den Hannover Scorpions im zweiten Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) in Düsseldorf gefordert. «Wir müssen so spielen und so kämpfen wie heute», forderte der ehemalige Bundestrainer nach dem überzeugenden 5:2 im ersten Duell gegen Ex-Club DEG Metro Stars. «Die DEG wird mit aller Macht versuchen, das Spiel zu gewinnen.»

Wermutstropfen nach dem geglückten Start in die «Best of Five»-Serie sind die Ausfälle von Martin Hlinka nach Spieldauer-Disziplinarstrafe und Rainer Köttstorfer wegen Schulterverletzung. «Leider Gottes haben wir zwei Spieler verloren, aber damit müssen wir fertig werden», sagte Zach. Nicht nur aufgrund der damit wohl drei fehlenden Spieler in DüsseldorfKlaus Kathan ist weiter gesperrtwill der Coach an seinem runden Geburtstag auf eine Torte verzichten. «Da werde ich ja noch fetter», meinte Zach schmunzelnd, der seinen Ehrentag mit den Spielern auf der Busfahrt nach Düsseldorf feierte.

Gegner Düsseldorf steht nach dem verpatzten Auftakt schon in Spiel Nummer zwei unter Druck. «Das Ergebnis interessiert mich nicht», meinte Coach Harold Kreis nach einer desolaten Vorstellung in Niedersachsen trotzig, «wir müssen das Spiel einfach abhaken». Die Rheinländer machten sich vor allem durch viele Strafzeiten das Leben schwer. «So werden wir kein Spiel gewinnen», unterstrich DEG-Stürmer Patrick Reimer und auch der Trainer monierte: «Wir müssen weniger auf die Strafbank.»

Auch Rekordmeister Adler Mannheim wurden bei Titelverteidiger Eisbären Berlin viele unnötige Strafzeiten zum Verhängnis. «Unser Unterzahl-Spiel war nicht gut. Wir leisteten zu wenig Laufarbeit, reagierten nur statt zu agieren», sagte Adler-Trainer Teal Fowler nach der 0:4-Schlappe in Berlin. Der Amerikaner, der vor Playoff- Start Dave King als Headcoach bei den Mannheimern ablöste, versprach gleichzeitig: «Das wird vor heimischer Kulisse ganz anders.»

Eitel Sonnenschein herrscht dagegen bei den Eisbären, die nicht nur ideal in die Vorschlussrunde gestartet sind, sondern mit dem elften Sieg in Serie auch einen Vereinsrekord aufgestellt haben. «Wir hatten das Geschehen sicher im Griff», sagte Stürmer Florian Busch, der ein Tor von Routinier Sven Felski auf spektakuläre Art und Weise vorbereitete und dabei sogar von «ein bisschen Magie» sprach. Entschieden sei die Serie aber noch lange nicht, sagte Bayer: «Es ist für beide Mannschaften noch ein weiter Weg ins Finale.» Psychologisch seien die Eisbären aber klar im Vorteil, ist sich Busch sicher: «Der Druck liegt jetzt bei den Mannheimern.» (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Berlin ) (Quelle: )