17.05.2016 | Sport EM 2016: Die kuriosesten EM-Geschichten

Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich ist bereits die 15. EM-Auflage. Ein neues Turnier bietet immer auch Anlass für einen Rückblick. Hier gibt es die kuriosesten EM-Anekdoten, mit denen Sie bei Fan-Diskussionen rund ums Leder glänzen können.

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    EM 2012 in Polen/Ukraine: Dieser Torjubel von Nicklas Bendtner ging gehörig in die Hose. Der dänische Stürmer traf im Spiel gegen Portugal zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich (Endstand: 2:3) und hob kurz sein Trikot an. Dabei entblößte er seine Unterhose mit dem Werbeschriftzug einer irischen Wettfirma. Der Europäischen Fußball-Union UEFA passte dieser Jubel überhaupt nicht. Denn Werbung ist den Spielern bei einer EM strikt untersagt. In der Folge wurde Bendtner zu 100.000 Euro Geldstrafe und einem Pflichtspiel Sperre verdonnert.

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    EM 1996 in England: Egal ob bei Bayern München oder in der deutschen Nationalmannschaft – Fußball-Lausbub Mehmet Scholl war noch nie um einen frechen Spruch verlegen. So auch nach dem EM-Triumph des DFB-Teams 1996. Damals erzielte Mannschaftskollege Oliver Bierhoff im Finale das erste Golden Goal der Fußball-Geschichte. Der 2:1-Sieg gegen Tschechien und der dritte Europameister-Titel waren perfekt.

    Das freute natürlich auch den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, der den Spielern in der Kabine gratulierte. Auf die Frage, wie es mit dem Kanzler in der Kabine war, antwortete Scholl schelmisch: „Eng!“ Eine Anspielung auf die Körperfülle des Alt-Bundeskanzlers.

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    EM 1992 in Schweden: Dänemark stahl 1992 allen die Show. Die Mannschaft reiste - salopp gesagt - als Ferientruppe zur EM nach Schweden. Am Ende feierte sie einen sensationellen Titelgewinn. Sportlich waren die Skandinavier gar nicht für das Turnier qualifiziert. Die Dänen rückten allerdings nach, weil Jugoslawien wegen des Balkan-Krieges von der EM ausgeschlossen wurde. Im Finale gelang Dänemark dann ein unvorstellbarer Coup: ein 2:0-Sieg gegen den haushohen Favoriten Deutschland. Der Jubel der „Danish Dynamite“-Kicker entfaltete seine volle Sprengkraft.

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    EM 1988 in Deutschland: Der niederländische Abwehrspieler Ronald Koeman (Elfmeterschütze rechts im Bild) sorgte 1988 im EM-Halbfinale mit einer obszönen Geste für Zündstoff. Zuerst brachte er die DFB-Elf durch einen verwandelten Strafstoß zum 1:1-Ausgleich auf die Verliererstraße. Nach dem Spiel brodelte es im deutschen Fan-Lager aber gewaltig. Denn nach dem 2:1-Sieg gegen die Gastgeber wischte sich der Oranje-Kicker demonstrativ mit dem Trikot des deutschen Nationalspielers Olaf Thon den Hintern ab. Koeman wurde damit zum Hauptdarsteller des wohl unrühmlichsten Trikot-Tauschs der Fußball-Geschichte.

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    EM 1960 in Frankreich und EM 1964 in Spanien: Inzwischen gehören Fußball-Europameisterschaften zu den größten Sport-Events auf der Welt. Früher war es mit dem Prestige des Turniers aber nicht allzu weit her. Starke Nationalmannschaften wie Italien, England und Deutschland traten bei den ersten EM-Auflagen gar nicht erst an. Vor allem Bundestrainer Sepp Herberger (siehe Bild) entpuppte sich als großer EM-Verweigerer. „Ich habe kein Interesse, die Zeit zwischen den Weltmeisterschaften zu verschwenden“, tönte Herberger. Heute ist die DFB-Elf bei Europameisterschaften gar nicht mehr wegzudenken.

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Dänisches Dynamit, Platzangst in der Umkleidekabine oder sündhafte teure Unterhosen. Fußball-Europameisterschaften hatten schon in der Vergangenheit viel zu bieten: Verwunderung, Kopfschüttler und Schenkelklopfer. Antenne Bayern hat fünf kuriose Geschichten aus der EM-Historie zusammengetragen.