05.04.2009 | Sport Europapokal-Halbfinale fest in deutscher Hand

Die Wettbewerbe des europäischen Vereinshandballs sind fest in deutscher Hand. Gleich fünf Mannschaften qualifizierten sich in den drei Konkurrenzen bereits für das Halbfinale.

Europapokal-Halbfinale fest in deutscher Hand
Jan Filip (l) von den Löwen überwindet Medwedis Torwart Oleg Grams (r).
Die Wettbewerbe des europäischen Vereinshandballs sind fest in deutscher Hand. Gleich fünf Mannschaften qualifizierten sich in den drei Konkurrenzen bereits für das Halbfinale.

Während der THW Kiel, der HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen in die Vorschlussrunde der Champions League einzogen, qualifizierte sich der VfL Gummersbach im EHF-Pokal für die Runde der letzten Vier. Bundesliga-Zwangsabsteiger HSG Nordhorn genügte eine 26:31-Niederlage zum Sprung ins Semifinale des Pokalsieger- Wettbewerbs.

Die Spieler des von einer angeblichen Manipulationsaffäre erschütterten THW Kiel bewiesen auch beim 31:27-Erfolg gegen HC Osiguranje Zagreb, dass sie die Unruhen um den Verein erfolgreich ausblenden. «Es macht uns Spaß, auf dem Feld zu seindas ist der einzige Ort, wo man nicht darüber spricht», sagte Welthandballer Nikola Karabatic. «In der ersten Halbzeit haben wir fast perfekten Handball gespielt, waren schnell, beweglich und im Angriff gefährlich», lobte Trainer Alfred Gislason.

«In beiden Spielen haben wir bewiesen, dass wir zu Europas Spitze gehören», sagte THW-Kapitän Stefan Lövgren. Im Hinspiel hatte der THW den Kroaten ein 28:28 abgetrotzt. «In Zagreb waren wir es, die das Tempo bestimmten, heute hat der THW dies getan», gab Osiguranjes Rückraumspieler Ivano Balic zu. Gislason nannte bereits seinen Wunschgegner für die Vorschlussrunde: «Ich würde gerne den HSV Hamburg sehen. Wir haben dreimal gegen sie gespielt und dreimal gewonnenimmer waren die Schiedsrichter Schuld», sagte der Isländer und bewies Galgenhumor.

Die Rhein-Neckar Löwen gewannen am Sonntag das Viertelfinal- Rückspiel gegen den russischem Meister Medwedi Tschechow mit 36:28 (16:13) und machte das 31:33 aus dem Hinspiel wett. Bester Werfer der «Löwen» vor 6000 Zuschauern in der Karlsruher Europahalle war der überragende Pole Mariusz Jurasik mit neun Toren. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schwenke musste kurzfristig auf Regisseur Grzegorz Tkaczyk verzichten, der nach einer Meniskus-Operation sechs bis acht Wochen ausfällt. In der von beiden Teams nervös geführten ersten Hälfte vergaben die Gastgeber zunächst zu viele gute Chancen. Erst Jan Filips Treffer zum 16:13 direkt vor der Pause sorgte bei den «Löwen» für etwas Beruhigung. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten sie ihre Nerven besser im Griff, waren im Abschluss wesentlich sicherer und sorgten mit dem zwischenzeitlichen 19:13 (35.) schon früh für die Vorentscheidung.

Der HSV löste trotz des 29:31 gegen die SG Flensburg-Handewitt das Ticket für das Halbfinale. «Es war die beste Niederlage der Saison», sagte Rechtsaußen Hans Lindberg nach einer an Dramatik kaum zu überbietenden Partie. Eine Minute vor Schluss hatte die SG Ballbesitz und hätte nach der 25:28-Hinspielniederlage mit einem weiteren Treffer ihrerseits das Weiterkommen sichern können. «So ist das schon die ganze Saison. Am Ende fehlt uns ein Tor. Wir haben einfach kein Glück», zürnte SG-Torhüter Dan Beutler, der Hamburgs Schützen mit 17 Paraden zur Verzweiflung brachte.

Wie der HSV konnte sich auch die HSG Nordhorn eine Niederlage leisten. Beim ungarischen Erstliga-Tabellenführer Pick Szeged unterlag die HSG 26:31, durfte sich nach dem überlegenen 34:25- Hinspielsieg aber dennoch freuen.

Ein 41:24-Schützenfest feierte Gummersbach gegen US Ivry. «Die Zuschauer haben ein spektakuläres Spiel mit vielen Toren gesehen. Sie gehen mit Freude nach Hause», sagte VfL-Trainer Sead Hasanefendic zufrieden. «Der Vorsprung aus dem Hinspiel hat uns Vertrauen gegeben, wir wussten, dass Ivry viel riskieren muss.» Das Hinspiel hatte Gummersbach mit 33:27 für sich entschieden.

In der Bundesliga bezwang Frisch Auf Göppingen den TV Großwallstadt in dessen Halle mit 34:27, Zwangsabsteiger TuSEM Essen unterlag der HBW Balingen/Weilstetten mit 26:35. Der Stralsunder HV und die MT Melsungen trennten sich 24:40. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Hamburg ) (Quelle: )