18.04.2009 | Sport Frankfurt feiert 4:1-Sieg gegen Gladbach

Eintracht Frankfurt hat einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht und die Abstiegsnöte von Borussia Mönchengladbach vergrößert.

Frankfurt feiert 4:1-Sieg gegen Gladbach
Die Frankfurter Spieler jubeln zusammen nach Alexander Meiers (3. v.r.) Tor zum 1:0.
Eintracht Frankfurt hat einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht und die Abstiegsnöte von Borussia Mönchengladbach vergrößert.

Dank der Tore von Alexander Meier (40. Minute), Nikos Liberopoulos (47.), Marco Russ (80.) und Michael Fink (88.) bei einem Gegentreffer von Filip Daems (75./Foulelfmeter) kamen die Hessen vor 51 500 Zuschauern zu einem 4:1 (1:0)-Sieg und verbesserten sich mit 32 Punkten auf den elften Tabellenrang. Die Borussia liegt neun Zähler dahinter auf Relegationsplatz 16 und muss weiter um die Zugehörigkeit zur Fußball-Bundesliga zittern.

«Wir haben es versäumt, etwas für unser Punktekonto und Selbstvertrauen zu tun. In der Rückrunde haben immer mindestens sieben, acht oder neun Spieler am Limit gespielt. Das war heute nicht der Fall», kritisierte Borussias Trainer Hans Meyer den schwachen Auftritt seiner «Fohlen»-Elf. Zu allem Überfluss scheiterte Michael Bradley in der 65. Minute mit einem von Chris an Marko Marin verursachten Foulelfmeter an Frankfurts Torwart Markus Pröll, der wegen des Ausfalls von Stammtorhüter Oka Nikolov kurzfristig zwischen die Pfosten gerückt war. Nikolov hatte sich im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen.

Bei der Eintracht herrschte nach dem eminent wichtigen Erfolg große Erleichterung. «Das war ein ganz, ganz wichtiger Sieg. Wir haben zur richtigen Zeit ein Zeichen gesetzt, aber noch nicht die Klasse gehalten», sagte Trainer Friedhelm Funkel. Anders als der Coach sprach Vorstandschef Heribert Bruchhagen sogar von einer «Vorentscheidung» im Abstiegskampf.

Die Hausherren, bei denen Christoph Spycher nach über fünfmonatiger Verletzungspause (Knorpelschaden im Knie) auf der linken Abwehrseite sein Comeback feierte, rissen von Beginn an die Initiative an sich. Doch am gegnerischen Strafraum fehlte es zunächst an zündenden Ideen und der letzten Konsequenz im Abschluss. Die Gäste suchten ihre Chancen aus einer kompakten Abwehr heraus bei Kontern, von denen gleich der erste fast zum Erfolg führte. Nationalspieler Marin kam in der 15. Minute nach einer flachen Hereingabe aus Nahdistanz zum Schuss, den Pröll per Fußabwehr großartig parierte. Für die Eintracht vergab Meier (19.) die Möglichkeit zur Führung.

Danach plätscherte die Partie, in der beide Teams viele technische und spielerische Defizite offenbarten, lange vor sich hin. Die Eintracht-Führung durch Meier, der nach einem Eckball von Markus Steinhöfer per Kopf erfolgreich war, traf die Borussia daher wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Kurz nach Wiederbeginn wurden die Gäste ein zweites Mal eiskalt erwischt, als Liberopoulos mit einem Linksschuss von der Strafraumgrenze sein neuntes Saisontor markierte.

Nach einem kurzen Schock-Moment bäumten sich die Gäste gegen die drohende Niederlage auf und setzten die Gastgeber gehörig unter Druck. Erst der Kopfball-Treffer von Russ, der zuvor mit einem Foul an Marin den zweiten Elfmeter verschuldet hatte, sorgte in der Schlussphase für klare Verhältnisse. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Frankfurt/Main ) (Quelle: )