20.07.2009 | Sport HSV-Sturmhoffnung Berg verspricht «viele Tore»

Für Stürmer Marcus Berg hat es keinen anderen Wunschverein als den Hamburger SV gegeben.

HSV-Sturmhoffnung Berg verspricht «viele Tore»
Marcus Berg wird nach einer Pressekonferenz des HSV in Hamburg präsentiert.
Für Stürmer Marcus Berg hat es keinen anderen Wunschverein als den Hamburger SV gegeben. «Für mich war es von Anfang an zu 100 Prozent klar: Ich gehe zum HSV», sagte der 22 Jahre alte Schwede bei der Präsentation in Hamburg.

Der hanseatische Fußball-Bundesligist setzt große Hoffnungen in die rund zehn Millionen Euro teure Neuverpflichtung. Berg ließ auch keinen Zweifel an seiner Rolle im HSV-Trikot. «Es ist mein Job, Tore zu machen. Und ich möchte viele für den HSV erzielen.» In Hamburg erhielt er einen Fünfjahresvertrag ohne Ausstiegsklausel.

In zwei Spielzeiten erzielte er für den FC Groningen in der niederländischen Ehrendivision 32 Tore in 56 Spielen, bei der U-21-Europameisterschaft in seinem Heimatland vor wenigen Wochen war er mit sieben Toren in vier Spielen der erfolgreichste Schütze. Nun soll der Nationalspieler die Hamburger beim Wettrennen um einen Champions-League-Startplatz tatkräftig unterstützen. «Die Bundesliga hat ein höheres Niveau als die holländische Ehrendivision», sagte Berg. «Deshalb ist es für mich eine fantastische Chance, mich zu verbessern.»

Berg würde am liebsten schon im nächsten Testspiel beim niederländischen Erstligisten AZ Alkmaar zum Einsatz kommen, doch HSV-Trainer Bruno Labbadia bremst den Tatendrang des Schweden. «Wir werden ihm Zeit gegen und ihn fit machen », sagte der Trainer und warnte, den Torjäger unter Druck zu setzen. «Man sollte ihn nicht an der Ablösesumme messen, sondern am Alter.» Mit zehn Millionen Euro ist Berg der teuerste Transfer in der Geschichte des Vereins. «Ich fühle keinen Druck», sagte der Torjäger, der keinen Führerschein besitzt und deshalb auf Taxis setzt.

Labbadia sieht seine Transferwünsche weitgehend erfüllt. Zuvor hatten die Hamburger Zé Roberto, der ablösefrei von Bayern München kam, Ejero Elia, für den 8,5 Millionen Euro an FC Twente Enschede überwiesen wurden, und Robert Tesche (1 Million Euro) von Arminia Bielefeld verpflichtet. «Ohne diese Transfers wäre ich nicht nach Hamburg gekommen. Wir hatten einen klaren Plan. Diese Leute standen auf dem Zettel», berichtete der Nachfolger von Martin Jol.

Eine Forderung hat Labbadia allerdings noch: «Wir sind nominell unterbesetzt, was die Innenverteidiger-Position betrifft.» Weil der Brasilianer Alex Silva mit einem Kreuzbandriss acht bis neun Monate ausfällt und der für ein weiteres Jahr an den HSV gebundene Bastian Reinhardt nach erneutem Fußbruch etwa vier bis fünf Monate pausieren muss, wollen die Hamburger noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. (Quelle: Hamburg (dpa/lby))