18.04.2009 | Sport Klinsmann atmet auf: Bayern siegt in Bielefeld

Jürgen Klinsmann bleiben weitere unliebsame Schlagzeilen über das drohende Ende seiner Mission beim FC Bayern München vorerst erspart. Nach dem 1:0 (0:0) bei Arminia Bielefeld konnte der zum Siegen verdammte Trainer des Rekordmeisters kräftig durchatmen.

Klinsmann atmet auf: Bayern siegt in Bielefeld
Der Münchner Luca Toni feiert seinen Treffer zum 1:0.
Jürgen Klinsmann bleiben weitere unliebsame Schlagzeilen über das drohende Ende seiner Mission beim FC Bayern München vorerst erspart. Nach dem 1:0 (0:0) bei Arminia Bielefeld konnte der zum Siegen verdammte Trainer des Rekordmeisters kräftig durchatmen.

Eine Woche nach dem Heimerfolg über Frankfurt betrieben die Münchner auch im nächsten Bundesliga-«Endspiel» um die Zukunft des Fußball-Lehrerszumindest was das Ergebnis anbetrifftWiedergutmachung für die 0:4-Schmach in Barcelona. Vor 27 300 Zuschauern in der ausverkauften Schüco-Arena sorgte Torschütze Luca Toni (64.) für den verdienten Erfolg der Gäste, die damit weiter im Meisterrennen sind. Dagegen wird die Luft für die seit nunmehr sieben Heimspielen sieglosen Ostwestfalen im Abstiegskampf immer dünner.

Zwar konnte der FC Bayern trotz seines 16. Saisonerfolgs den Drei-Punkte-Abstand zu Spitzenreiter VfL Wolfsburg nicht verkürzen, doch dem Münchener Manager Uli Hoeneß stand die Freude über das 1:0 ins Gesicht geschrieben: «Die Erleichterung ist groß. Unsere Situation hat sich etwas verbessert. Schließlich haben wir nun ein Auswärtsspiel weniger, die Wolfsburger dagegen haben ein Heimspiel gewonnen.» Anders als Hoeneß fand Arminia-Trainer Michael Frontzeck wenig Gefallen an dem Ergebnis. «Die Mannschaft ist okay, was die spielerische Leistung anbetrifft. Aber die Ergebnisse sind nicht okay», sagte Frontzeck in Anspielung auf die Negativserie von zuletzt vier Niederlagen.

Die durch die Ausfälle von Lukas Podolski und Miroslav Klose verursachten Probleme in der Offensive bereiteten den Bayern mehr Schwierigkeiten als erwartet. Zwar übernahmen sie von Beginn an die Regie, erspielten sich aber keine Torchancen. Dagegen verpasste die durch die Verletzungen von Nico Herzig und Jonas Kamper gehandicapte Arminia die große Chance zur frühen Führung: Nach Flanke von Artur Wichniarek scheiterte Robert Tesche (15.) per Kopf am glänzend reagierenden Bayern-Keeper Hans Jörg Butt.

Anders als beim 4:0 am vorigen Spieltag gegen Frankfurt mangelte es den Gästen zunächst an Leidenschaft und Tempo, um den Gegner zu dominieren. Der unbedingte Wille, in den restlichen Bundesligaspielen bis zum Saisonende die Schlappe von Barcelona vergessen zu machen, war nicht erkennbar. Nur bei einem Schuss von Bastian Schweinsteiger (32.), einer Hereingabe von Christian Lell (37.), die Arminias Abwehrspieler Markus Bollmann in höchster Not klärte, und einem Schussversuch von Andreas Ottl (44.) aus 16 Metern deuteten die Münchner Torgefahr an. Deshalb hielt sich der Unterhaltungswert der Partie in der ersten Halbzeit trotz der Brisanz für beide Teams in engen Grenzen.

Erst nach Wiederanpfiff erhöhten die Gäste die Gangart. Mit Fernschüssen von José Ernesto Sosa (53.) und Schweinsteiger (56.) starteten sie in die Schlussoffensive. Torjäger Toni machte der Hängepartie ein Ende: Mit seinem 12. Saisontreffer, den er aus kurzer Distanz per Kopf nach Zuspiel von Ribéry erzielte, sorgte der Italiener für das erlösende 1:0 der Bayern. Diese Führung brachte die Klinsmann-Elf ohne große Mühe über die Zeit und war in der Schlussphase dem Ausbau der Führung näher als die Arminia dem Ausgleich. Die größten Chancen zum 2:0 vergaben Hamit Altintop (87.) und Toni in der Schlussminute. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Düsseldorf ) (Quelle: )