05.04.2009 | Sport KSC seit 630 Minuten ohne Tor: 0:0 gegen Gladbach

Für den Karlsruher SC schwindet die Chance auf den Klassenerhalt nach nunmehr zehneinhalb Stunden ohne Tor immer mehr. Das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga kam im «Keller-Gipfel» gegen den Drittletzten Borussia Mönchengladbach nicht über ein 0:0 hinaus.

KSC seit 630 Minuten ohne Tor: 0:0 gegen Gladbach
Sebastian Freis (l) vom KSC und Gladbachs Dante kämpfen um den Ball.
Für den Karlsruher SC schwindet die Chance auf den Klassenerhalt nach nunmehr zehneinhalb Stunden ohne Tor immer mehr. Das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga kam im «Keller-Gipfel» gegen den Drittletzten Borussia Mönchengladbach nicht über ein 0:0 hinaus.

Damit warten die Badener seit dem 3:2 gegen den Hamburger SV am 7. Februar auf einen Sieg. «Es wird natürlich von Spiel zu Spiel schlimmer», räumte KSC-Manager Rolf Dohmen die prekäre Situation ein. Die Gäste verpassten durch das Remis den Sprung auf den 15. Tabellenplatz und bleiben auf dem Relegationsrang. Immerhin ließen die Borussen erstmals seit 13 Begegnungen keinen Gegentreffer zu. Beide Mannschaften zeigten vor 29 400 Zuschauern im ausverkauften Wildparkstadion schwache Leistungen.

«Wir kämpfen bis zum letzten Spiel», versprach Dohmen, trotz dieses schweren Rückschlags die Hoffnung nicht aufzugeben. «Aber wir machen einfach keine Tore», wies er auf die nunmehr 630 Minuten währende Torflaute der Karlsruher hin, die laut Verteidiger Christian Eichner «schon lange ein mentales Problem» ist. «Je weniger ins Tor geht, desto mehr schwindet im Laufe des Spiels das Selbstvertrauen. Es ist bitter und traurig, dass diese Mannschaft, die immer alles gibt, nicht auch mal belohnt wird.»

Sein Trainer Edmund Becker betonte, man werde sich nicht kampflos aus der Liga verabschieden. «Es sind noch acht Spiele und viele Punkte zu vergeben», erklärte der 52-Jährige. Der Mönchengladbacher Coach Hans Meyer konnte mit der Nullnummer dagegen gut leben. «Wir haben mit Rob Friend und Marko Marin zwei Spieler nicht dabei gehabt, die für 50 Prozent unserer Tore verantwortlich sind. Da bin ich mit diesem 0:0 nicht unzufrieden.»

Einzige Höhepunkte der niveauarmen ersten Halbzeit waren zwei Lattentreffer: Erst hatte Gladbachs Stürmer Roberto Colautti mit einem Kopfball auf die Oberkante des KSC-Kastens Pech (36.). Dann prallte der Ball nach einem Volleyknaller von Sebastian Freis von der Unterkante des Borussia-Tores ins Feld zurück (41.). Der Angreifer, der vor acht Wochen das letzte KSC-Tor erzielte, hatte in der achten Minute auch die einzige andere Chance für den Tabellenletzten.

Die Badener begannen zwar engagiert und mit Vorwärtsdrang, ließen aber nach zehn Minuten mehr und mehr nach. So hatten die Gladbacher trotz der Ausfälle von Nationalspieler Marin (Gelbsperre) und des verletzten Torjägers Friend keine große Mühe, den Kontrahenten in Schach zu halten. Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich immer mehr Stockfehler auf beiden Seiten ein. Vor allem den Platzherren war in diesem «absoluten Endspiel», so der weiterhin verletzt fehlende KSC-Kapitän und Abwehrchef Maik Franz, die Nervosität anzumerken.

Auch im zweiten Durchgang hatte der KSC mehr Spielanteile, kam aber kaum zu zwingenden Aktionen. Die Gäste fanden ebenfalls kein Mittel, den angeschlagenen Gegner in Bedrängnis zu bringen. Vor allem die Mittelfeldreihen beider Teams agierten zu einfallslos, um ihre Stürmer wirkungsvoll in Szene zu setzen. Karim Matmour vergab die Riesenmöglichkeit zur Mönchengladbacher Führung, als er aus etwa zehn Metern den Ball über das Tor drosch (75.). Drei Minuten später verzog der kurz zuvor für Freis eingewechselte Mahir Saglik nur knapp. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Karlsruhe ) (Quelle: )