16.04.2009 | Sport Lehmann legt in Torwart-Debatte nach

Jens Lehmann hat in der neu entflammten Debatte um den Platz im Tor der deutschen Fußball-Nationalelf nachgelegt und Rückendeckung von seinem Arbeitgeber VfB Stuttgart erhalten.

Lehmann legt in Torwart-Debatte nach
Löw (r) und Lehmann stehen nach dem verlorenen EM-Finale 2008 in Wien auf dem Rasen.
Jens Lehmann hat in der neu entflammten Debatte um den Platz im Tor der deutschen Fußball-Nationalelf nachgelegt und Rückendeckung von seinem Arbeitgeber VfB Stuttgart erhalten.

«Meine Aussage, dass ich abwarte, ob Bedarf sein wird, bleibt bestehen», sagte der 39 Jahre alte Keeper dem «kicker». Lehmann, der im EM-Finale 2008 sein letztes Länderspiel bestritt, spekuliert auf eine Rückkehr bei der Weltmeisterschaft in Südafrika im kommenden Jahr. Bundestrainer Joachim Löw hatte dem Routinier mehrfach wenig Hoffnungen auf ein Comeback gemacht. Eine Rückkehr Lehmann sei «jetzt kein Thema», sagte Löw.

Lehmanns Verein stellte sich hinter den Torwart-Veteranen. «Es ist gut für Jogi Löw zu wissen, dass er einen Jens Lehmann in der Hinterhand hat, der unbedingt noch mal will», sagte VfB-Teamchef Markus Babbel. Kritik an Lehmanns Werbung in eigener Sache sei nicht angebracht. «Es spricht doch nichts dagegen, dass er sich ins Gespräch bringt», befand Babbel. «Er hat ganz klar gesagt, dass er durch Leistung dorthin will», sagte der 36-Jährige. Von diesem Ehrgeiz könne auch der Verein sportlich profitieren.

Den verbalen Angriff seines Bremer Rivalen Tim Wiese, der Lehmann als «völlig überschätzt und abgedreht» bezeichnet hatte, konterte der Stuttgarter Torwart nüchtern. «Es gibt einen Verhaltenskodex innerhalb der Nationalelf. Das wird der DFB regeln. Ich möchte auf Beleidigungen nicht reagieren», erklärte der 61-malige Nationalspieler.

VfB-Sportdirektor Horst Heldt meinte: «Jens fordert doch nichts. Wenn der eine oder andere die Nerven verliert, muss er an sich arbeiten.» Wiese ist neben dem Leverkusener René Adler und Robert Enke von Hannover 96 Kandidat für die Nummer 1 im deutschen Tor. Auch der Schalker Manuel Neuer könnte noch in den Kampf um den WM- Stammplatz eingreifen.

Lehmann bescheinigte dem 24 Jahre alten Adler und dem 23-jährigen Neuer «sehr, sehr großes Potenzial», meinte jedoch, beide seien «noch ein bisschen jung». Routinier Enke, der angeblich auf der Wunschliste des FC Bayern München steht, legte der VfB-Keeper einen Wechsel nahe: «Er ragt bei Hannover heraus. Ihm wäre es zu gönnen, bei einer Spitzenmannschaft zu spielen.» (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Stuttgart ) (Quelle: )