17.04.2009 | Sport NBA-Playoffs: Die schönste Zeit des Jahres

Alte Rivalitäten, neue Gesetze, höherer Druck, niedrigere Fehlerquotedas sind die Zutaten für die entscheidende Meisterschaftsphase in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA.

NBA-Playoffs: Die schönste Zeit des Jahres
Im April 2007 versucht Dirk Nowitzki (r), Tim Duncan am Korberfolg zu hindern.
Alte Rivalitäten, neue Gesetze, höherer Druck, niedrigere Fehlerquotedas sind die Zutaten für die entscheidende Meisterschaftsphase in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA.

Die am 18. April beginnenden Playoffs garantieren Jahr für Jahr Spannung, Spektakel und für eine der 16 Mannschaften Mitte Juni letztlich auch Championship und Schampus. «Das ist die schönste Zeit des Jahres. Du spielst 82 Partien in der Vorrunde, um in den Playoffs dabei zu sein», sagt Ray Allen von den Boston Celtics. «Jetzt kommt es drauf an, den besten Basketball zu spielen. Darauf haben wir seit Oktober hingearbeitet», sagt Dirk Nowitzki. Der Würzburger hat mit seinen Dallas Mavericks zum neunten Mal die K.o.-Runde erreichtdort allerdings seit Mai 2006 keine Serie mehr gewonnen.

Im Finale unterlagen die Texaner damals Miami Heat, in den beiden Vorjahren kam jeweils gegen die Golden State Warriors und die New Orleans Hornets bereits in der ersten Runde das Aus. «Es ist völlig egal, wie die Bilanz nach der Vorrunde aussieht. In den Playoffs fängt jeder bei Null an», betont LeBron James. Seine Cleveland Cavaliers waren das beste Team der regulären Saison und zählen neben den Los Angeles Lakers zu den Topfavoriten auf den Titel. Er gehe mental und physisch so stark wie nie zuvor in die Playoffs, so James, der mit Cleveland auf die Detroit Pistons trifft. «Wir hatten niemals große Konfrontationen mit Detroit. Es ist eine gute Rivalität, wir spielen gerne gegen sie, und die Pistons spielen gerne gegen uns.»

Im «Wilden Westen» hingegen sieht das anders aus. Beim Showdown zwischen den San Antonio Spurs und den Dallas Mavericks ist es nie freundlich zugegangen. Die Club-Bosse Peter Holt und Mark Cuban verstehen sich in etwa so gut wie Uli Hoeneß und Christoph Daum. Dreimal trafen die texanischen Teams in den Playoffs aufeinanderdreimal ging's heiß her. 2001 verließ San Antonios Derek Anderson nach einem Zweikampf gegen Juwan Howard mit ausgekugelter Schulter die Halle. Zwei Jahre später verstauchte sich Dirk Nowitzki bei einem Duell mit Manu Ginobili das Knie und konnte nicht mehr weiterspielen.

Und 2006 lieferten sich beide Teams sogar einen echten «Texas-Thriller». Dallas gewann das siebte Spiel in San Antonio mit 119:111. Cuban beschimpfte die Spurs-Fans anschließend als die «unverschämtesten der Liga», Nowitzki sprach von einer Partie, die er nie vergessen werde. Nun gibt es eine Renaissance der Rivalität, das vierte K.o.-Runden-Kapitel. «Die Spurs mal wieder. Wir haben zwar etwas Glück, dass Ginobili verletzt ist, aber wir haben dieses Jahr dort auch schon ohne Duncan verloren», erinnert Nowitzki an die peinliche 76:93-Niederlage am 24. Februar, bei der San Antonio mit Manu Ginobili und Tim Duncan gleich auf zwei seiner drei Ausnahmespieler verzichten musste.

Ginobili wird den Spurs erneut fehlen, ist aber nicht der einzige verletzte Profi. Boston muss aller Voraussicht nach das Unternehmen Titelverteidigung ohne Kevin Garnett angehen. Garnett hatte sich im Februar am Knie verletzt. Bislang hieß es von Vereinsseite immer, dass er zum Playoff-Start fit werde. Jedoch gab Trainer «Doc» Rivers bekannt, dass Garnett ausfallen werde. Traum und Alptraum liegen manchmal nah beieinanderauch das gehört zu den Playoffs. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Boston ) (Quelle: )