16.04.2009 | Sport Neuer Beutezug der Bayern?

Neue Stars für den Rekordchampion. Nach Jürgen Klinsmann haben sich auch Franck Ribéry & Co. für hochkarätige Neuzugänge beim deutschen Fußball-Meister Bayern München stark gemacht.

Neuer Beutezug der Bayern?
Franck Ribery (r) scherzt während des Warmlaufens.
Neue Stars für den Rekordchampion. Nach Jürgen Klinsmann haben sich auch Franck Ribéry & Co. für hochkarätige Neuzugänge beim deutschen Fußball-Meister Bayern München stark gemacht.

WM-Torschützenkönig Miroslav Klose rechnet gar schon mit mehr Einkäufen als im Vorjahr. «Die Topclubs verpflichten immer zwei, drei Leute. Man muss jungen Spielern auch mal Zeit geben, sich zu entwickeln. Aber nach zwei Jahren ist auch wieder die Zeit gekommen, zwei, drei, vier Neue zu bekommen», sagte der verletzte Angreifer des deutschen Fußball-Meisters in München.

Zuvor hatten auch Zé Roberto und Lucio ihren Wunsch nach neuen Bayern-Stars geäußert. Den letzten großen Beutezug hatten die Münchner vor zwei Jahren gestartet, als Ribéry, Luca Toni, Klose und andere für mehr als 60 Millionen Euro gekauft worden waren. Vor dieser Saison waren nur Tim Borowski, Jörg Butt und später Massimo Oddo zu den Münchnern gekommen.

Zunächst öffentlich unbeantwortet blieb Klinsmanns Wunsch nach neuen «zwei, drei hochkarätigen Spielern» von der Vereinsführung. Klose geht aber davon aus, dass Uli Hoeneß schon längst neue Leute im Blick hat. «Ich bin davon überzeugt, dass der Manager noch den einen oder anderen Spieler holen wird», sagte der 30-Jährige. Allerdings wird in der Chefetage auch weiter über mehr als nur Spieler-Personalien diskutiert, denn entscheidend wird für den Fortgang sein, wie es im Trainerstab weitergeht. Der 44 Jahre alte Coach betonte nach den für den Club schmerzlindernden Spielen gegen Eintracht Frankfurt (4:0) und den FC Barcelona (1:1), dass er «Minimum» seinen bis 2010 laufenden Vertrag erfüllen will. Beim Anhang ist der Kredit aber aufgebraucht und kann bestenfalls durch die 22. Meisterschaft wieder in ein Guthaben verwandelt werden.

«Das ist die Aufgabe, diese Fans von der Arbeit zu überzeugen», betonte Klinsmann. Die nächsten Abstimmungen aus der heimischen Kurve gibt es bei den Heimspielen Ende April gegen Schalke und Anfang Mai gegen Gladbach, zunächst steht erst einmal die Auswärtsaufgabe in Bielefeld an.

Nicht nur die Anhängerschaft möchte Klinsmann überzeugen, auch bei seinen Vorgesetzten will er für weiteres Vertrauen werben. Die Qualifikation für die neue Saison in der Champions League ist das oberste Gebot, denn dort will man im nächsten Jahr wieder zum Kräftemessen mit den ganz Großen antreten. «Wir haben eine Mannschaft, die in der Bundesliga Meister werden kann. Für die Champions League aber reicht es nicht. Wenn wir die Champions League gewinnen wollen, brauchen wir neue Topspieler, zwei bis drei», sagte Zé Roberto, der selber noch um einen neuen Vertrag verhandelt. Und auch Ribéry, selbst Spielball der Wechsel-Spekulationen, befand: «Um die Champions League zu gewinnen, müssten wir einen besseren Kader haben.»

Auf der Torhüterposition gilt ein Handeln des FC Bayern als wahrscheinlich (Robert Enke ist hier heißester Kandidat), auf der defensiven Außenbahn muss dringend etwas gemacht werden. Und nur drei Stürmer wie in diesem Jahr reichen nicht für internationale Ansprüche. «Dass wir auf jeden Fall mit vier Stürmern in die nächste Saison gehen, ist beschlossene Sache», sagte der Coach.

Um die Qualität zu verbessern, hat der FC Bayern mit den Verpflichtungen von Anatoli Timoschtschuk (Zenit St. Petersburg) und Ivica Olic (Hamburger SV) «schon reagiert», wie Klinsmann betonte. Dazu kommt «ein Talent» namens Alexander Baumjohann aus Mönchengladbach. «So weit ich die da oben beurteilen kann, glaube ich, dass das noch nicht reicht und sie noch den einen oder anderen holen», sagte Klose. «Es ist wichtig, dass wir gute Leute holen und im Training den Konkurrenzkampf haben.» (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - München ) (Quelle: )