05.04.2009 | Sport Null Punkte: «Schlusslicht» Ferrari in Not

Null Punkte, letzter Platz in der Konstrukteurs-Wertung: Titelverteidiger Ferrari hat auch in Malaysia ein Fiasko erlebt. Taktische Fehler, wie man sie bei der Scuderia nur selten erlebt, und ein Auto, das mit den Besten der Formel-1-Gilde derzeit nicht mithalten kann.

Null Punkte: «Schlusslicht» Ferrari in Not
Kimi Räikkönen (r) steht in Sepang im Regen.
Null Punkte, letzter Platz in der Konstrukteurs-Wertung: Titelverteidiger Ferrari hat auch in Malaysia ein Fiasko erlebt. Taktische Fehler, wie man sie bei der Scuderia nur selten erlebt, und ein Auto, das mit den Besten der Formel-1-Gilde derzeit nicht mithalten kann.

Mittendrin Michael Schumacher. Selbst die Präsenz des Rekordweltmeisters und Beraters brachte die Roten nicht auf Touren. Felipe Massa Neunter, Kimi Räikkönen 14. im Abbruchrennen in Sepang. «Wir werden sicher extrem entwickeln, das war auch von vornherein vorhergesehen. Das ganze Tempo wird sicherlich noch ein bisschen verschärft werden», meinte Schumacher beim TV-Sender RTL. «Alles in allem: Irgendwann sollten wir dann schon mal aufschließen.»

Erst die verheerende Strategie, die den Brasilianer Massa in der Qualifikation schon im ersten Zeitabschnitt scheitern ließ, dann auch noch die falsche Reifenwahl bei Ex-Champion Räikkönen im Regenrennen. Viel zu früh zogen die Mechaniker die Regenwalzen auf. «Meine Reifen sind total kaputt», funkte der Finne verzweifelt. Als seine Piloten-Kollegen noch im Regen in ihren Autos saßen und auf eine Fortsetzung des Rennens warteten, stand der «Iceman» schon am Kühlschrank im Fahrerlager und genehmigte sich ein Eis. Für ihn hätte eine Weiterfahrt keinen Sinn gemacht.

«Es ist klar, dass wir einige falsche Entscheidungen getroffen haben», räumte derwie immeroffen mit den Malaisen in Malaysia umgehende Teamchef Stefano Domenicali ein. «Es war halt in dem Moment die falsche Entscheidung», meinte Schumacher mit Blick auf den Reifenwechsel am Räikkönen-Renner.

Allerdings waren die Ferraris auch schon beim Auftakt in Australien leer ausgegangen. Und auch da hatten Verantwortliche Fehler einräumen müssen. «Den Speed ganz vorne können wir gerade im Moment nicht mitgehen. Wir waren im letzten Jahr noch tief im Meisterschaftskampf verwickelt, da fehlt uns natürlich die Entwicklungszeit, die andere uns voraus haben», begründete Schumacher die enttäuschenden Ergebnisse des langjährigen Branchenführer.

«Wir müssen bei Null anfangen», stellte Massa betrübt fest. «Wir müssen alle zusammenkommen, um Punkt für Punkt zu verstehen, was falsch läuft.» Man müsse sich selbst aus dieser Lage befreien, stellte auch Domenicali klar, aber «ohne in Panik zu verfallen». (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Sepang ) (Quelle: )