05.08.2009 | Sport Ribéry zurück im Bayern-Training

Drei Tage vor dem Start des FC Bayern München in die neue Bundesliga-Saison hat sich Franck Ribéry wieder im Mannschaftstraining des Rekordmeisters zurückgemeldet.

Ribéry zurück im Bayern-Training
Franck Ribéry (l) setzt sich im Training gegen Andreas Ottl durch.
Drei Tage vor dem Start des FC Bayern München in die neue Bundesliga-Saison hat sich Franck Ribéry wieder im Mannschaftstraining des Rekordmeisters zurückgemeldet.

Erstmals seit knapp vier Wochen war der französische Fußball-Nationalspieler im Kreise seiner Teamkollegen in München nach seinen Kniebeschwerden wieder voll belastbar. Trainer Louis van Gaal wollte sich nach der Einheit nicht festlegen, ob er den 26-Jährigen in den Kader für das Spiel in Hoffenheim beruft. «Das kann ich noch nicht sagen. Ich weiß nur, dass er nicht von Anfang an spielen wird», sagte der Coach im vereinseigenen Internet-Fernsehen.

Mit Ivica Olic (Bänderdehnung im Knie) durfte Ribéry wieder mit dem Team ran, dagegen ließ Mario Gomez die Vormittags-Einheit wegen Adduktoren-Problemen aus. «Natürlich war Franck nicht so frisch, das ist normal. Aber wichtig ist, dass er keine Probleme mehr hat», berichtete Miroslav Klose von der nicht-öffentlichen Übungsstunde. Zum Start der Partie in Hoffenheim plant van Gaal mit der Elf, die beim Erfolg im Pokal eine Runde weiterkam. «Ich denke, dass die Mannschaft anfängt, die gegen Neckarelz gespielt hat.»

Möglichst bald wünscht sich WM-Torschützenkönig Klose den lange von Real Madrid umgarnten Ribéry als Passgeber auf der Zehner-Position zurück, die sonst Alexander Baumjohann, José Sosa oder Thomas Müller ausfüllen könnten. «Da brauchen wir keinen Hehl draus zu machen, wenn Franck fit ist, wird er natürlich die Position übernehmen», betonte der Nationalstürmer.

Bis dahin muss sich Ribéry, der überraschend für Frankreichs Match am 12. August auf den Färöer Inseln nominiert wurde und dort eingesetzt werden soll, wenn er auch gegen Hoffenheim spielt, nach seinem mehrwöchigen Aufbau-Programm wieder heranarbeiten. «Er hatte eine Scheiß-Verletzung, die ihm Beschwerden bereitet hat. Er war richtig verletzt und ich glaube nicht, dass das Transferpoker war. Ich hoffe, dass er jetzt fit bleibt und uns wieder besser macht», sagte Kapitän Mark van Bommel. «Auch in der Kabine ist er gut drauf. Er war natürlich ein bisschen enttäuscht, dass er verletzt war.»

Ribéry selbst hatte einen Einsatz im Hoffenheim-Spiel bereits vor einigen Tagen abgehakt und sein Comeback für die Heim-Partie gegen Werder Bremen am 15. August ins Visier genommen. Aber auch das könnte nach der langen Pause schwierig werden. «Meiner Meinung nach dauert es ein bisschen länger. Aber das entscheidet der Trainer», so Klose.

Beim Weg zum Comeback Ribérys müssen die Münchner keine Störfeuer mehr von Real Madrid fürchten. Die «Königlichen» beendeten nach der Verpflichtung des spanischen Nationalspielers Xabi Alonso vom FC Liverpool für 30 Millionen Euro Ablöse die teuerste Shopping-Tour der Fußball-Geschichte. «Das Kapitel der Neuverpflichtungen ist abgeschlossen», sagte Reals Generaldirektor Jorge Valdano dem Radiosender Cadena SER.

Mit einer Mischung aus Respekt und Vorfreude blicken die Bayern, die zum Saisonauftakt weiter auf Luca Toni (Achillessehnen-Probleme) verzichten müssen, der Partie beim letztjährigen Herbstmeister entgegen. Klose: «Wir haben ein schweres Auftaktprogramm und freuen uns irgendwie drauf. Das ist ein harter Brocken.» (Quelle: München (dpa/lby))