16.04.2009 | Sport «Rule Britannia»: Insel-Trio kontra «Barca»

«Rule Britannia»: Das Mutterland regiert die Champions League und strebt zum dritten Mal nacheinander mit einem Triumvirat die wertvollste Trophäe im europäischen Vereins-Fußball an. Allein Bayern-München-Bezwinger FC Barcelona, der im Halbfinale auf Michael Ballacks FC Chelsea trifft, kann noch die Dominanz der englischen Premier-League-Clubs brechen, die dank des Duells zwischen dem FC Arsenal und Titelverteidiger Manchester United sogar schon den ersten Endspiel-Teilnehmer am 27. Mai in Rom sicher haben.

«Rule Britannia»: Insel-Trio kontra «Barca»
ManUs Matchwinner Ronaldo (l) feiert nach dem Abpfiff mit seinen Teamkollegen.
«Rule Britannia»: Das Mutterland regiert die Champions League und strebt zum dritten Mal nacheinander mit einem Triumvirat die wertvollste Trophäe im europäischen Vereins-Fußball an.

Allein Bayern-München-Bezwinger FC Barcelona, der im Halbfinale auf Michael Ballacks FC Chelsea trifft, kann noch die Dominanz der englischen Premier-League-Clubs brechen, die dank des Duells zwischen dem FC Arsenal und Titelverteidiger Manchester United sogar schon den ersten Endspiel-Teilnehmer am 27. Mai in Rom sicher haben. Während in Spanien die Zeitung «As» trotz der Ausgangslage «Barca allein gegen das Empire» glaubt, dass «keine der Mannschaften so stark ist wie der FC Barcelona», regt das englische Boulevard-Blatt «Sun» an, künftig das Lied zu spielen, mit dem sich die Insel-Republik einst selbst als weltweite Kolonialmacht feierte. «Wenn es so weitergeht, sollte die Champions-League-Hymne durch 'Rule Britannia' ersetzt werden.»

Dank Cristiano Ronaldo zog nach Chelsea auch ManU zum dritten Mal in Serie in die Vorschlussrunde ein. «Klingen-Ron ist DrachentöterUnited schreibt in Portos Höhle Geschichte», titelte «The Daily Express», weil ausgerechnet der Portugiese mit einem prächtigen 30- Meter-Knaller zum 1:0 beim FC Porto den ersten Sieg eines englischen Teams im «Drachen-Stadion» perfekt machte. Die Super-Serie steht nun bei 23 Champions-League-Spielen ohne Niederlage für Englands Meister, der weiter die Chance hat, als erster Club in der 1992 eingeführten Meisterliga den im Vorjahr gewonnenen Titel zu verteidigen.

«Das war das beste Tor, das ich bisher geschossen habe», jubelte Weltfußballer Ronaldo über seinen Volltreffer. Dass er nach dem 2:2 im Hinspiel mit diesem Tor seine Landsleute mitten ins Herz traf, schreckte ihn überhaupt nicht. «Ein fantastischer Schuss, und ich kann kaum abwarten, das Tor auf DVD zu sehen. Ich bin sehr glücklich damit», betonte der Offensiv-Künstler. «Unglaublich» und «herrlich» fand Sir Alex Ferguson den strammen Schuss in den Winkel. «Es gehört zu Ronaldos Fähigkeiten. Er hat sie total überrascht, und der Keeper hatte keine Chance», lobte der United-Coach seinen Matchwinner.

Während die seriöse «The Times» ihn gleich zum «Genie» erklärte, tröstete man sich in Portugal damit, dass wenigstens ein Landsmann das Aus des FC Porto perfekt machte. «In über drei Stunden Fußball war der beste Fußballer der Welt nur einmal frei. Und dieses eine Mal reichte ihm, um das Duell zu entscheiden», befand die Sportzeitung «O Jogo». Und «Publico» meinte: «Ronaldo und Rooney sind Spieler einer anderen Welt, ohne sie ist ein Champions-League-Finale undenkbar.»

Der FC Arsenal löste seine Aufgabe gegen den FC Villarreal mit dem 3:0 bravourösund fühlt sich gewappnet für das Duell mit dem Titelverteidiger. «Beide Teams greifen gern an. Wir freuen uns auf die Herausforderung. Es wird sehr interessant werden», glaubt Trainer Arsène Wenger. Seine Elf zog nach dem Hinspiel-1:1 dank der Tore von Theo Walcott (10.), Emmanuel Adebayor (60.) und Robin van Persie (69./Foulelfmeter) verdient ins Semifinale ein und erwies sich für die wegen ihrer gelben Trikots «Yellow Submarine» genannten Spanier einmal mehr als zu stark.

«Der FC Villarreal leistet keinen Widerstand und nimmt einen enttäuschenden Abschied von der Champions League», fasste die Zeitung «El País» das Geschehen zusammen. Und das Fachmagazin «Sport» urteilte: «Der FC Villarreal hatte nicht den Hauch einer Chance, sich für das Aus im Halbfinale vor drei Jahren zu revanchieren. Arsenal kennt keine Gnade mit dem havarierten U-Boot.» (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - London ) (Quelle: )