19.04.2009 | Sport Tennisspielerin Lisicki feiert ersten WTA-Titel

Die deutsche Tennis-Hoffnung Sabine Lisicki hat ihren ersten Titel auf der WTA-Tour gewonnen. Die 19-Jährige gewann das Endspiel in Charleston gegen die Dänin Caroline Wozniacki mit 6:2, 6:4 und feierte den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere.

Tennisspielerin Lisicki feiert ersten WTA-Titel
Sabine Lisicki hat das WTA-Turnier von Charleston gewonnen.
Die deutsche Tennis-Hoffnung Sabine Lisicki hat ihren ersten Titel auf der WTA-Tour gewonnen. Die 19-Jährige gewann das Endspiel in Charleston gegen die Dänin Caroline Wozniacki mit 6:2, 6:4 und feierte den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere.

Auf dem Weg ins Finale hatte die deutsche Nummer zwei auf der grünen Asche auch Wimbledonsiegerin Venus Williams aus den USA bezwungen und sich vor dem wichtigen Fed-Cup-Relegationsspiel gegen China am kommenden Wochenende in bestechender Verfassung präsentiert.

Den bislang letzten Turniersieg einer deutschen Spielerin hatte Anna-Lena Grönefeld im März 2006 in Acapulco gefeiert. Sabine Lisicki und Grönefeld (Nordhorn) führen das deutsche Fed-Cup-Team im Duell gegen die starken Chinesinnen in Frankfurt am Main an.

«Ich bin überglücklich und glaube, wir haben es beide verdient, hier im Endspiel zu stehen», hatte Lisicki schon vor dem finalen Showdown im US-Bundesstaat South Carolina gesagt. Dem viel beachteten Paukenschlag gegen Wimbledonsiegerin Venus Williams, die sie im Achtelfinale aus der mit einer Million Dollar dotierten Veranstaltung verbannt hatte, ließ Sabine Lisicki im Halbfinale ein überraschend lockeres 6:3, 6:1 gegen die an Nummer sechs gesetzte Französin Marion Bartoli folgen. Der Wimbledon-Finalistin von 2007 war sie im vorigen Jahr auf dem Heiligen Rasen noch glatt in Runde eins unterlegen.

«Damals war ich viel zu nervös», erzählte Sabine Lisicki. «Heute hatte ich mir vorgenommen, raus zu gehen, gut zu spielen und das Match zu genießen. Es hat geklappt.» Zum zweiten Mal stand sie im Finale eines der großen WTA-Turniere. Im vorigen Jahr hatte sie beim wesentlich schwächer besetzten Turnier in Taschkent das Endspiel noch verloren. Doch im zweiten Vergleich der beiden Tennis-Aufsteigerinnen setzte Sabine Lisicki die als Nummer 12 in der Weltrangliste 51 Plätze besser eingestufte Caroline Wozniacki von Beginn an unter Druck.

Gleich im ersten Spiel gelang der ambitionierten Berlinerin ein Break, ein zweites schaffte sie zum 4:1. Im zweiten Durchgang fand die Favoritin besser ins Spiel, die Zuschauer auf dem nicht voll besetzten Center Court bekamen nun auch einige spektakuläre Ballwechsel zu sehen. Ihren sechsten Matchball verwandelte Sabine Lisicki, sprang freudestrahlend in die Höhe, ehe sie sich auf den Sand fallen ließ und ungläubig die Hände vors Gesicht schlug.

Platz eins wolle sie erreichen, hatte die junge Deutsche nach den ersten Achtungserfolgen vorlaut angekündigt. «Das ist ziemlich ambitioniert», meinte der Sportdirektor des Deutschen Tennis Bundes (DTB), Klaus Eberhard. Doch auch Eberhard ist froh, dass es nach den Zeiten von Steffi Graf und Anke Huber endlich wieder eine Spielerin mit Top-Ten-Ambitionen gibt. «Sie verfügt über sehr, sehr harte Schläge und hat einen sehr guten Treffpunkt. Auch der erste Aufschlag ist gut», erklärte Eberhard in der «Welt am Sonntag».

Gegen China sind neben Lisicki und Grönefeld im Team von Barbara Rittner Kristina Barrois (Bous) und Tatjana Malek (Bad Saulgau) dabei. Tatjana Malek erreichte in Barcelona das Viertelfinale, wo sie am Samstag der Spanierin Carla Suarez Navarro 4:6, 0:6 unterlag. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Charleston ) (Quelle: )