06.04.2009 | Sport VfB: Entscheidung im Fall Babbel «in zehn Tagen»

Im Streitfall Markus Babbel deutet sich zwischen dem VfB Stuttgart und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Lösung an. «In den nächsten zehn Tagen gibt es eine Entscheidung», sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt der Deutschen Presse-Agentur dpa.

VfB: Entscheidung im Fall Babbel «in zehn Tagen»
Der Stuttgarter Trainer Markus Babbel gibt seinen Spielern Anweisungen.
Im Streitfall Markus Babbel deutet sich zwischen dem VfB Stuttgart und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Lösung an. «In den nächsten zehn Tagen gibt es eine Entscheidung», sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Zugleich bestritt Heldt Meldungen, dass beide Seiten bereits Einigung erzielt hätten und der Ex-Nationalspieler auch in der kommenden Saison parallel zu seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer die Schwaben verantwortlich trainieren werde: «Alles darüber hinaus ist Spekulation. Es gibt nichts Neues.»

Nach Informationen der «Stuttgarter Zeitung» sollen sich der VfB und der DFB bereits verständigt haben. Babbel werde von Juni an den geforderten Trainerlehrgang in Köln besuchen und zugleich die Mannschaft betreuen. Der Tabellenfünfte bestätigte aber auch nicht, dass es im Fall einer Einigung zwischen Verein und Verband automatisch zu einer Verlängerung des vorerst bis zum Saisonende gültigen Vertrages mit Babbel kommen werde. Der 36-Jährige trainiert den VfB seit dem 22. November als Nachfolger des nach der 1:4-Pleite in Wolfsburg entlassenen einstigen Meister-Machers Armin Veh mit einer Sondergenehmigung als Teammanager.

Ursprünglich hatte der DFB verdienten Ex-Nationalspielern wie Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann oder Matthias Sammer die elf Monate dauernde Ausbildung zum Fußball-Lehrer erlassen. Diese Sonderregelung gilt inzwischen nicht mehr. Babbel wäre als Europameister von 1996 eigentlich auch noch in den Genuss dieser Vorzugsbehandlung gekommen. Ihm wurde zum «Verhängnis», dass er damals sehr jung war und deshalb das Traineramt erst spät angestrebt hatte. Prominente Ex-Fußballer, darunter Klinsmann, hatten sich stark gemacht, früheren Profis wie Babbel den Einstieg ins Traineramt zu erleichtern. Sammer pochte dagegen auf die neue, strikte Ausbildung.

Allerdings kommt der DFB den Trainerkandidaten künftig entgegen. Der Lehrgang soll nur noch von Montag bis Mittwoch stattfinden, so dass die «Schüler» ihre Mannschaft von Donnerstag an betreuen können. Bislang erstreckt sich die Ausbildung über vier Tage in der Woche. Wie die «Stuttgarter Zeitung» meldet, will der DFB Babbel die Möglichkeit bieten, im Fall der Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb vor den Spielen unter der Woche zum Team zu stoßen. Um Babbels Doppelbelastung auszugleichen, vergrößere der VfB in der nächsten Saison zudem seinen Trainerstab. Neben dem bisherigen Co-Trainer Rainer Widmayer solle Alexander Zorniger als Assistent arbeiten. Der 41-Jährige trainiert derzeit den württembergischen Oberligisten Normannia Gmünd. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Stuttgart ) (Quelle: )