06.04.2009 | Sport Werder-Gegner Udine trotz 0:1 in Topform

Spiel verloren, Generalprobe gelungen. Trotz der 0:1-Heimniederlage gegen Inter Mailand hat Werders UEFA-Cup-Gegner Udinese Calcio vor dem Viertelfinal-Hinspiel in Bremen mächtig aufgetrumpft.

Werder-Gegner Udine trotz 0:1 in Topform
Udineses Fabio Quagliarella (r) spielt den Ball vor Inters Esteban Matias Cambiasso.
Spiel verloren, Generalprobe gelungen. Trotz der 0:1-Heimniederlage gegen Inter Mailand hat Werders UEFA-Cup-Gegner Udinese Calcio vor dem Viertelfinal-Hinspiel in Bremen mächtig aufgetrumpft.

Erst ein unglückliches Eigentor von Mauricio Isla in der 77. Minute stoppte Udine gegen den Tabellenführer der italienischen Serie A. Bis dahin hatte Werders Herausforderer den designierten italienischen Fußball-Meister fast an die Wand gespielt. «Wir hatten Glück, Udinese war die stärkere Mannschaft», gab Inter-Trainer José Mourinho zu.

Die ungewohnte Gelassenheit des Portugiesen war kein Wunder: Acht Spieltage vor Ende der Meisterschaft führt sein Team (72 Punkte) mit neun Zählern Vorsprung vor Verfolger Juventus Turin (63), der gegen Chievo Verona am 30. Spieltag nur 3:3 spielte. Chievo-Stürmer Sergio Pellissier trotzte dem Rekordmeister mit drei Toren praktisch im Alleingang das Unentschieden ab. Juve muss Inter ziehen lassen und sich nun sogar wegen des aufrückenden AC Mailand (58 Punkte) sorgen, der US Lecce mit 2:0 bezwang. Der Kampf um die Champions League- Plätze bleibt spannend, die Meisterschaft aber ist so gut wie entschieden. «Der Titel ist nah», räumte auch Mourinho ein.

Während der Portugiese den glücklichen Sieg feierte, baute Udine-Trainer Pasquale Marino sein Team für das Duell mit Werder auf: «Wir haben ein großartiges Spiel gemacht. Ich habe der Mannschaft nichts vorzuwerfen», betonte Marino. Gegen Werder benötige sein Team nur ein bisschen mehr Glück. Der mäßige 14. Tabellenplatz des Teams aus dem Friaul sollte Bremen nicht in Sicherheit wiegen. Inter-Coach Mourinho, der in den Gruppenspielen der Champions League gegen Werder 1:1 spielte und mit 1:2 verlor, gab Udinese noch Tipps für das Duell mit auf den Weg: «Vor allem bei Standardsituationen sind die langen Bremer gefährlich», meinte Mourinho.

Wie Udine-Trainer Marino nahmen auch die Fans die Niederlage gegen Inter gelassen. Und das, obwohl Fabio Quagliarella in der 35. Minute nach einem Zweikampf mit Inter-Keeper Julio Cesar vehement einen Elfmeter forderte. Nach der unglücklichen Niederlage blieb den Udine- Fans zumindest der Trost, als einziger italienischer Club noch auf internationaler Bühne dabei zu sein. Während die Inter-Fans bereits Meistergesänge anstimmten, skandierten die Udine-Anhänger: «Aber im Europacup spielen nur wir!» (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Udine ) (Quelle: )