24.05.2018 | Welt Badeverbote auf Mallorca wegen weiterer Gift-Quallen

Rote Flaggen an den Stränden: Mindestens zwei lebende Exemplare der äußerst giftigen Quallenart Portugiesische Galeere waren zuvor im Wasser der Bucht von Palma gesichtet worden.

  • Mit ihr will man sich nicht anlegen: Die Portugiesische Galeere

    Mit ihr will man sich nicht anlegen: Die Portugiesische Galeere

  • Der Kontakt mit ihr ist für Menschen schmerzhaft, aber nicht zwangsläufig tödlich

    Der Kontakt mit ihr ist für Menschen schmerzhaft, aber nicht zwangsläufig tödlich

  • Quallen-Alarm kurz vor Sommerbeginn auf Mallorca

    Quallen-Alarm kurz vor Sommerbeginn auf Mallorca

    Foto: Sabrina Hentschel/dpa-Zentralbild/dpa
  • Große Verunsicherung bei allen Badegästen auf der beliebten Urlaubsinsel

    Große Verunsicherung bei allen Badegästen auf der beliebten Urlaubsinsel

    Foto: Bodo Marks/dpa
  • Eine Portugiesische Galeere - eine gefährliche GiftqualleDas müsst ihr über sie wissen:

    Eine Portugiesische Galeere - eine gefährliche Giftqualle

    Das müsst ihr über sie wissen:

  • Die giftigen Fangfäden der Quallen können bis zu 50 Meter lang werden.

    Die giftigen Fangfäden der Quallen können bis zu 50 Meter lang werden.

    Foto: Nic Bothma +++(c) dpa
  • Das Gift löst bei Berührung starke Schmerzen und Entzündungen aus. Kranke oder schwache Menschen können daran sogar sterben.

    Das Gift löst bei Berührung starke Schmerzen und Entzündungen aus. Kranke oder schwache Menschen können daran sogar sterben.

  • Keine grüne Flagge mehr an den Stränden!Badeverbote können wegen der Portugiesischen Galeere verhängt werden 

    Keine grüne Flagge mehr an den Stränden!

    Badeverbote können wegen der Portugiesischen Galeere verhängt werden 

    Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Ausgerechnet vor Beginn der Hauptsaison hat sich vor der Küste Mallorcas ein ungebetener Gast gezeigt: die Portugiesische Galeere, eine hochgiftige Quallenart. Bislang war nur ein totes Exemplar an einem beliebten Strand in Palma aufgetaucht. Jetzt sind wohl aber auch mindestens zwei lebende Exemplare im Wasser der Bucht von Palma gesichtet worden.

Da die Quallen aber auch schon vor der spanischen Ostküste, vor Ibiza und Formentera sowie in anderen Bereichen des Mittelmeeres gesichtet wurde, ist man umso mehr besorgt.

Welche Strände sind betroffen?

Bislang sind auf Mallorca Badeverbote im Gebiet der Inselhauptstadt Palma verhängt worden. Rote Flaggen seien am Mittwochnachmittag an Stränden der Viertel Can Pastilla und Molinar gehisst worden, berichteten Regionalzeitungen wie «Diario de Mallorca» übereinstimmend unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Die betroffenen Strände liegen östlich des Hauptstadtzentrums, unweit des bei deutschen Touristen beliebten «Ballermann»-Strandes.

Warum ist diese Quallenart so gefährlich?

Mit bis zu 50 Meter langen Tentakeln schwebt sie lautlos durch die Weltmeere, und wer ihren Weg streift, dem drohen höllische Schmerzen. Die Portugiesische Galeere schimmert bläulich und hat teils meterlange Tentakel. Ihr Gift verursacht extreme Schmerzen und Entzündungen. Ihr Gift kann kleinere Fische töten, Menschen im Normalfall jedoch nicht. Kranke oder schwache Menschen kann sie im Extremfall aber dennoch das Leben kosten.

Was muss ich jetzt als Urlauber beachten?

Der Notdienst der Balearen bat Badegäste um extreme Vorsicht! Badegäste wurden außerdem von der Stadt gebeten, weitere Sichtungen der giftigen Nesseltiere den zuständigen Behörden zu melden.

Weitere Sichtungen in Spanien

Erst vergangene Woche waren in Alicante im Osten Spaniens ebenfalls Portugiesische Galeeren angespült worden. Daraufhin wurden Strände auf einer Länge von über 100 Kilometern gesperrt. Die Behörden erwägen dort nun den Einsatz von Netzen und Drohnen, um zu verhindern, dass die Tiere an die Küste gelangen.

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Die giftigsten Tiere der Welt:

Die giftigsten Tiere sind nicht auch gleichzeitig die tödlichsten Tiere. Sie haben meist von ihrem Gift nur sehr geringe Mengen im Körper und geben bei einem Stich oder Biss nur wenig davon ab. Für giftige Tiere wie die Seewespe gibt es ein Gegengift. Allerdings gibt es gegen zwei der giftigsten Tiere der Welt noch keins: Für den Kugelfisch und der Blauring-Krake.

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