02.09.2020 | Welt Corona: Jetzt ist ganz Spanien Risikogebiet

Inzwischen gilt für Spanien schon seit einigen Wochen eine Corona-Reisewarnung. Betroffen waren das Festland und auch die beliebte Urlaubsinsel Mallorca. Ausnahme: Die Kanarischen Inseln waren bisher ausgenommen. Bis jetzt zumindest...

Foto: Arturo Jimenez/dpa/17.08.2020

Die Kanarischen Inseln im Atlantik sind bisher ausgenommen gewesen. Bis jetzt. Nun hat die Bundesregierung aber auch die Kanaren als Risikogebiet eingestuft. Grund dafür sind die gestiegenen Zahlen von Corona-Neuinfektionen. Die Bundesregierung reagierte darauf und ordnete nun auch die Kanaren als Risikogebiet ein. Das Auswärtige Amt hat jetzt ebenfalls eine Reisewarnung ausgesprochen.

Risikogebiet vs. Reisewarnung?!

Klar, dass eine Reisewarnung allein vom Namen her abschreckender wirkt. Tatsächlich hat sie aber speziell für Urlauber, die kurz vor ihrer Reise stehen, eine positive Seite. Denn: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Was bedeutet diese News für rückkehrende Urlauber?

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus besteht. Auch hier gilt dann: Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sich rückkehrende Urlauber in häusliche Quarantäne begeben. 

Warum wird ein Land oder eine Region als "Risikogebiet" eingestuft?

Damit Deutschland eine Region oder einen Staat als Risikogebiet einstuft, gibt es ein zentrales Kriterium: Hat es dort in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben?! Die Kanaren haben diesen Wert jüngst massiv überschritten - der Wert lag hier der dpa zufolge bei 95,71. 

Schwerer Schlag für die Tourismusbranche

Seit Mitte August warnt das Auswärtige Amt bereits vor Reisen in den Rest des Landes samt der Ferieninsel Mallorca. Für die spanische Wirtschaft ein schwerer Schlag. Nicht zuletzt weil die ganze Urlaubssaison 2020 für den Tourismuszweig eine Katastrophe war. Üblicherweise trägt sie mehr zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und bietet etwa 2,5 Millionen Menschen Arbeit. Auf den Kanarischen Inseln ist das sogar noch gravierender. Hier macht der Anteil des Tourismus am BIP sogar rund 35 Prozent aus - keine andere Region Spaniens ist so sehr vom Reisegeschäft abhängig. 

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