19.05.2016 | Welt Die 10 spektakulärsten Fotos aus dem All von Alexander Gerst

Er hebt wieder ab. Unser Astronaut Alexander Gerst wird in zwei Jahren erneut zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Diesmal in besonderer Funktion, denn er soll Kommandant der Raumstation werden.

  • Der Blick aus der Internationalen Raumstation in Richtung Erde. Für Alexander Gerst wird das ab Mittwoch (06.06.2018) wieder "Alltag" sein.Quelle: Nasa/dpa

    Der Blick aus der Internationalen Raumstation in Richtung Erde. Für Alexander Gerst wird das ab Mittwoch (06.06.2018) wieder "Alltag" sein.

    Quelle: Nasa/dpa

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  • Sonst ist sie hell - hier ein blauer Streifen: Auf diesem Foto sieht man die letzten Sonnenstrahlen, die die Erde an dieser Stelle berühren. Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dpa

    Sonst ist sie hell - hier ein blauer Streifen: Auf diesem Foto sieht man die letzten Sonnenstrahlen, die die Erde an dieser Stelle berühren. 

    Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dpa

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  • Alexander Gerst nennt es selbst sein traurigstes Foto. Zu sehen sind Raketen und Explosionen über Gaza und Israel bei Nacht. Quelle: ESA/NASA/dpa

    Alexander Gerst nennt es selbst sein traurigstes Foto. Zu sehen sind Raketen und Explosionen über Gaza und Israel bei Nacht. 

    Quelle: ESA/NASA/dpa

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  • Kleiner Spaziergang in 422 Kilometern Höhe gefällig? Alexander Gerst bei Außenarbeiten an der ISS. Quelle: NASA TV/dpa

    Kleiner Spaziergang in 422 Kilometern Höhe gefällig? Alexander Gerst bei Außenarbeiten an der ISS. 

    Quelle: NASA TV/dpa

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  • Hurrikane "Gonzalo" rast auf die Bermuda Inseln zu. Quelle: NASA / ESA

    Hurrikane "Gonzalo" rast auf die Bermuda Inseln zu. 

    Quelle: NASA / ESA

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  • "Worte können nicht beschreiben, wie es sich anfühlt durch ein Nordlicht zu fliegen", schrieb Alexander Gerst als er dieses Foto postete. Quelle: NASA / ESA

    "Worte können nicht beschreiben, wie es sich anfühlt durch ein Nordlicht zu fliegen", schrieb Alexander Gerst als er dieses Foto postete. 

    Quelle: NASA / ESA

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  • Auch bei diesem Anblick dürfte es dem Astronauten sämtliche Nackenhaare aufgestellt haben... Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dpa

    Auch bei diesem Anblick dürfte es dem Astronauten sämtliche Nackenhaare aufgestellt haben... 

    Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dpa

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  • Der "Nil" von oben. Bei dieser Aufnahme sauste die ISS mit rund 29.000 Stundenkilometern an der Erde vorbei. Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dp

    Der "Nil" von oben. Bei dieser Aufnahme sauste die ISS mit rund 29.000 Stundenkilometern an der Erde vorbei. 

    Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dp

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  • Dieser See in der Ukraine wird wegen seiner markanten Form der "Frog Lake" also der "Frosch See" genannt. Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dpa

    Dieser See in der Ukraine wird wegen seiner markanten Form der "Frog Lake" also der "Frosch See" genannt. 

    Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dpa

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  • Der "Punkt" auf der rechten oberen Seite ist der Krater nach einem Meteroiteneinschlag im US Bundesstaat Arizona. Er hat einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer. Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dpa

    Der "Punkt" auf der rechten oberen Seite ist der Krater nach einem Meteroiteneinschlag im US Bundesstaat Arizona. Er hat einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer. 

    Quelle: AlexanderGerst/ESA/NASA/dpa

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Der Astronaut Alexander Gerst fliegt wieder ins All und wird als erster Deutscher sogar Kommandant der Internationalen Raumstation ISS. «Das ist eine tolle Sache für mich», sagte der 40-jährige Geophysiker in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Es sei auch ein großer Vertrauensbeweis der USA und Russlands für die Europäische Weltraumagentur ESA. Der gebürtige Baden-Württemberger hatte 2014 während seines ersten Aufenthalts auf der ISS mit vielen Einträgen auf Facebook und Twitter über seine Erlebnisse berichtet. Seine zweite Mission ist von Mai 2018 bis November 2018 geplant.

Klappt alles, wird Gerst der vierte Deutsche mit mindestens zwei Raumflügen sein. Deutscher Rekordhalter ist Ulf Merbold, der zwischen 1983 und 1994 dreimal im Erdorbit arbeitete. Kommandant im All war bisher aber noch kein Deutscher. Nach ESA-Angaben soll Gerst das ISS-Team in der letzten Hälfte seiner sechsmonatigen Mission führen. Er werde nach Frank De Winnes 2009 erst der zweite europäische Astronaut in dieser Funktion sein.

Als Kommandant oder Kapitän der Raumstation muss Gerst in einem Notfall - etwa bei Ausbruch eines Feuers - die Befehle geben. Unter normalen Umständen sei der Kommandant vor allem für die Crew da und unterstütze sie, sagte er: «Man achtet darauf, dass es der Crew gut geht, dass die Stimmung passt und koordiniert zwischen Crew und der Bodenkontrolle. Wenn Not am Mann ist, springt man ein und hilft den Kollegen.»

Gerst wurde in Künzelsau geboren, hat in Karlsruhe Geophysik studiert und forschte an der Universität Hamburg. Bei seiner Mission vor zwei Jahren umrundete er innerhalb von 166 Tagen mehr als 2500 Mal die Erde, betreute etwa 100 Experimente und stieg für sechs Stunden in den freien Kosmos aus. Wie wohl keiner seiner Vorgänger ließ Gerst die Menschen auf der Erde an seiner Mission teilhaben. Für seine Facebook- und Twitter-Einträge wurde er sogar für den Grimme-Online-Award nominiert.