27.05.2009 | Welt Fast 200 Todesopfer nach Zyklon «Aila»

Fast 200 Todesopfer nach Zyklon «Aila»
In Indien und Bangladesch sind Millionen von den Folgen des Zyklons "Aila"b betroffen.
Der Zyklon «Aila» hat im Osten Indiens und im benachbarten Bangladesch fast 200 Menschen getötet - mehr als doppelt so viele wie zunächst angenommen. Die Regierung des indischen Bundesstaates Westbengalen gab die Zahl der Toten am Mittwoch mit 69 an.

Medien berichteten unter Berufung auf örtliche Behörden von bis zu 82 Todesopfern. In den betroffenen Küstenregionen Bangladeschs starben nach offiziellen Angaben 111 Menschen. In beiden Ländern sind etwa sechs Millionen Menschen von den Folgen des Zyklons betroffen.

«Die Rettungsarbeiten sind in vollem Gange», sagte ein Sprecher der Landesregierung von Westbengalen. Mit Hubschraubern der indischen Armee würden Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente in das Gebiet gebracht. Am schwersten betroffen sei die Region südöstlich der Millionenmetropole Kolkata (früher Kalkutta), zu der auch das größte Flussdelta der Erde - die Sundarbans - gehören. Nach einem Bericht der Zeitung «Times of India» wurden dort mindestens zwölf Königstiger getötet. Im Sundarbans-Nationalpark leben nach aktuellen Schätzungen noch etwa 265 der vom Aussterben bedrohten Raubkatzen.

Der Zyklon «Aila» war am Montagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde auf die Küste getroffen. In der Region fordern schwere Unwetter immer wieder Todesopfer. Im November 2007 kostete der Zyklon «Sidr» etwa 4000 Menschen in Bangladesch das Leben. (Quelle: Neu Delhi/Dhaka )