13.09.2018 | Welt Hurrikan «Florence»: Alle Infos und Live-Bilder

Der Hurrikan «Florence» trifft mit Wucht auf die Südostküste der USA. Hunderttausende sind ohne Strom. Hier könnt ihr den heftigen Wirbelsturm live verfolgen und jede Menge mehr Infos.

  • <p class="text-center">USA, New Bern: Der Union Point Park steht unter Wasser, während sich Hurrikan «Florence» nähert. Als eine der ersten Gegenden wurde der Nationalpark Outer Banks getroffen, eine dem Festland vorgelagerte Insel im Bundesstaat North Carolina.</p>

    USA, New Bern: Der Union Point Park steht unter Wasser, während sich Hurrikan «Florence» nähert. Als eine der ersten Gegenden wurde der Nationalpark Outer Banks getroffen, eine dem Festland vorgelagerte Insel im Bundesstaat North Carolina.

    Foto: Gray Whitley/Sun Journal/AP/dpa
  • <p class="text-center">Auch New Bern wurde von einer <strong>Sturmflut </strong>getroffen.</p>

    Auch New Bern wurde von einer Sturmflut getroffen.

    Foto: Gray Whitley/Sun Journal/AP/dpa
  • <p class="text-center">Der Hurrikan «Florence», aufgenommen von ESA-Astronaut Alexander Gerst aus der internationalen Raumstation ISS.</p>

    Der Hurrikan «Florence», aufgenommen von ESA-Astronaut Alexander Gerst aus der internationalen Raumstation ISS.

    Foto: Alexander Gerst/ESA/dpa
  • <p class="text-center">Das Auge des Hurrikans, aufgenommen von Astro-Alex aus dem All</p>

    Das Auge des Hurrikans, aufgenommen von Astro-Alex aus dem All

    Foto: Alexander Gerst/ESA/dpa
  • <p class="text-center">Der Südosten der USA bereitet sich auf einen besonders starken Hurrikan vor.</p>

    Der Südosten der USA bereitet sich auf einen besonders starken Hurrikan vor.

    Foto: Alexander Gerst/ESA/dpa
  • <p class="text-center">Fliehen vor dem Hurrikan -&nbsp;Hunderttausende sind aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.</p>

    Fliehen vor dem Hurrikan - Hunderttausende sind aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

    Foto: Chuck Liddy/The News & Observer/AP/dpa
  • <p class="text-center">Mit&nbsp;Sandsäcken versuchen sich Küstenorte&nbsp;vor der nahenden Flut durch Hurrikan Florence zu schützen</p>

    Mit Sandsäcken versuchen sich Küstenorte vor der nahenden Flut durch Hurrikan Florence zu schützen

    Foto: Chuck Burton/AP/dpa
  • <p class="text-center">Vorbereitungen,&nbsp;um die Häuser&nbsp;für Hurrikan Florenz vorbereiten.</p>

    Vorbereitungen, um die Häuser für Hurrikan Florenz vorbereiten.

    Foto: Tom Copeland/FR170645 AP/dpa
  • <p class="text-center">Überall werden Fenster mit Bretter verbarrikadiert</p>

    Überall werden Fenster mit Bretter verbarrikadiert

    Foto: Maren Hennemuth/dpa
  • <p class="text-center">Das bange Warten - wie bei eigentlich jedem Hurrikan gibt es Menschen, die da bleiben und sich nicht in Sicherheit bringen</p>

    Das bange Warten - wie bei eigentlich jedem Hurrikan gibt es Menschen, die da bleiben und sich nicht in Sicherheit bringen

    Foto: Travis Long/Raleigh News & Observer/ZUMA/dpa
  • <p class="text-center">Polizisten und Mitglieder der Nationalgarde lenken den Verkehr auf dem Highway 501</p>

    Polizisten und Mitglieder der Nationalgarde lenken den Verkehr auf dem Highway 501

    Foto: Sean Rayford/AP/dpa
Hunderttausende Menschen ohne Strom

Mit Wucht ist Hurrikan «Florence» auf die Südostküste der USA getroffen. Das Zentrum des Wirbelsturms erreichte am Freitagmorgen (Ortszeit) den Ort Wrightsville Beach in North Carolina, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte. Der Sturm entfaltete Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde, bewegte sich aber selbst mit nur neun Kilometern pro Stunde vorwärts.

Damit gilt er als Hurrikan der niedrigsten Stufe 1. Trotzdem hat er zerstörerische Kraft und sorgte für schwere Fluten an der Küste, für Überschwemmungen, heftige Böen und extreme Regenfälle. Der Fernsehsender CNN berichtete, mehr als 400.000 Menschen in North und South Carolina seien ohne Strom.

Der Direktor des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, sagte, es sei besonders gefährlich, dass sich «Florence» derart langsam bewege, sich sehr lange über den Küstengebieten halte und enorme Wassermassen dorthin trage. Der Chef der Katastrophenschutzbehörde FEMA, Brock Long, es liefen bereits viele Notfalleinsätze in der betroffenen Küstenregion.

Einer der heftigsten Wirbelstürme seit Jahren

Zwar hat sich der Wirbelsturm abgeschwächt, doch die Behörden warnen weiterhin vor seiner todbringenden Zerstörungskraft. Einige Anwohner harren dennoch in ihren verbarrikadierten Häusern aus. Lebensgefährliche Sturmfluten und heftige Regenfälle drohen unter anderem in den Bundesstaaten North und South Carolina, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum mitteilte.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst, auch bekannt als Astro-Alex, hat spektakuläre Aufnahmen des Hurrikans von der ISS aus dem All gemacht!

Live-Tracking von Hurrikan Florence:

Die Gefahr geht vom Wasser aus 

Das größte Problem dabei ist nicht alleine der Wind des Hurrikans, sondern das Wasser, dass er mit sich bringt. Der Nationalpark Outer Banks, eine Inselkette vor dem Bundesstaat North Carolina ist schon zum Großteil überflutet. Und auch in der Küstenstadt Wilmington drücken sich bis zu 10 Meter hohe Wellen ins Land. Die Bilder sind schockierend. Die Wassermassen schieben Autos weg, drücken Haustüren ein. Zum Teil sind Menschen vor Ort immer noch in ihren Häusern und haben sich verbarrikadiert. In den kommenden Tagen wird in dem betroffenen Gebiet zusätzlich noch mit extremen Regenfällen gerechnet. Von bis zu 1000 Litern pro Quadratmeter ist die Rede.

Live-Webcams von der US-Küste:

Tagelange Regenfälle und meterhohe Sturmfluten erwartet

Die Regenfälle könnten etwa vier Tage andauern, schrieb CNN. «Es könnte Rekordfluten geben», sagte der amtierende Leiter des Hurrikan-Zentrums, Ed Rappaport. «Es wird ein Sturm werden, an den man sich erinnern wird. Ich hoffe, dass alle am Leben bleiben.»

Die Behörde warnte, eine lebensbedrohliche Sturmflut, bei der sich Wassermassen von der Küste ins Landesinnere bewegen, sei «sehr wahrscheinlich». Überschwemmungen auch über längere Zeiträume würden erwartet. Sturmfluten von bis zu vier Metern seien möglich.

Mehr zu Hurrikans:

Was sind Hurrikans eigentlich?

Taifun, Hurrikan und Zyklon: Alle drei Begriffe stehen für orkanartige Wirbelstürme mit starkem Regen und Winden von mehr als 119 Kilometern pro Stunde. Im nordwestlichen Pazifik spricht man von Taifunen, auf dem amerikanischen Kontinent von Hurrikans, im Indischen Ozean von Zyklonen. 

Die Stürme können einen Durchmesser von mehreren hundert Metern haben. Meteorologen teilen sie in fünf Kategorien ein; die verheerendsten Stürme wirbeln mit mindestens 250 Kilometern pro Stunde. Gefährlich sind auch die Tsunamis, welche die Wirbelstürme auslösen können. Im meist 15 bis 60 Kilometer messenden «Auge» des Sturms ist es hingegen fast windstill.

Die Hurrikan-Saison beginnt im Pazifik Mitte Mai, im Atlantik Anfang Juni, und geht jeweils bis Ende November. Taifune gibt es in der Regel von Mai bis November. Die Zyklon-Saison an der Ostküste Afrikas, im Südpazifik und Australien dauert von November bis April. Im Golf von Bengalen und dem Arabischen Meer dauert sie von April bis Juni und September bis November.

Warum haben Wirbelstürme immer so freundliche Namen?

Florence oder Irma - Stürme bekommen menschliche, häufig weibliche Namen, damit sie nicht ganz so aggressiv wirken und man sich besser auf sie vorbereiten, und auch erinnern kann. Für die Namensgebung ist die Weltorganisation der Meteorologen (WMO) verantwortlich. Sie bereiten alphabetische Listen vor, die dann alle paar Jahre rollieren. Nur wenn ein Sturm besonders todbringend oder verheerend war, wird der Name aus den Listen gestrichen.