17.03.2021 | Welt Impfstudie an Kindern: Moderna testet Präparat an Minderjährigen

Deutschland setzt mit seiner Impfstrategie vor Allem auf das Impfen von Senioren. Ein wichtiger Schritt zur Herdenimmunität wird aber vor allem die Immunisierung von Kindern sein. Der US-Hersteller Moderna steht jetzt mit neuen Tests in den Startlöchern.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Während der Impfstoff des Herstellers AstraZeneca weiter auf dem Prüfstand steht, startet Moderna mit einer neuen Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit ihres Präparates bei Kindern. 

Testreihe an Babys und Kindern

Weil die Immunisierung von Kindern weltweit als Schlüssel in der Pandemiebekämpfung gesehen wird, bekommen 6.750 Babys und Kinder unter 12 Jahren im Rahmen einer Studie eine Erst- und Zweitimpfung. Die Tests haben laut Moderna in Kanada und den USA  bereits begonnen. Jetzt wird der mRNA-Impfstoff Kindern im Alter von sechs Monaten bis 11 Jahren im Abstand von 28 Tagen verabreicht. Verabreicht werden ihnen in der sogenannten Phase 2/3-Studie jedoch kleinere Impfdosen als sie Erwachsene bekommen würden. 

Überblick zu Bevölkerungsgruppe

Grund für die Tests sind weltweit geschlossene Kitas und Schulen. Kinder übertragen das Virus oft, haben selbst aber nur selten Symptome oder gar schwere Verläufe. Die Studie soll dabei helfen die Bevölkerungsgruppe besser einschätzen zu können. 

Impfstrategie für Herdenimmunität

Je schneller Kinder und Jugendliche geimpft werden können, desto schneller kann eine Herdenimmunität entstehen und ein Alltag ohne das Virus realisitscher werden. Bisher ist der Impfstoff auch in den USA nur für Menschen über 18 Jahren freigegeben. Auch Deutschland hat bisher noch keine Impfungen an Kinder und Jugendlichen außerhalb der Risikogruppen in Aussicht gestellt, sondern setzt weiterhin auf ausgiebiges Testen. 

Das könnte dich auch interessieren