19.04.2009 | Welt «John Rabe» ist Lola-Favorit

«John Rabe» ist Lola-Favorit
Ulrich Tukur bei der Premiere von «John Rabe» in der Lichtburg in Essen.
Die Goldene Lola wartet auf einen neuen Besitzer. Am Freitag (24.4./19.00) wird die Trophäe für den besten deutschen Film 2009 bei einer Gala in Berlin vergeben.

Als Favorit geht Oscar-Gewinner Florian Gallenberger mit seinem Film «John Rabe» an den Start. Das Drama um den Hamburger Kaufmann John Rabe, der kurz vor dem Zweiten Weltkrieg 250 000 Chinesen das Leben rettete, ist außerdem in sechs weiteren Kategorien nominiert. Als bester Hauptdarsteller ist Ulrich Tukur im Rennen, der den «Oskar Schindler Chinas» spielt.

Um eine Lola als bester Spielfilm konkurrieren auch der RAF-Film «Der Baader Meinhof Komplex» von Uli Edel und Bernd Eichinger sowie Christian Petzolds Liebesdrama «Jerichow». Nominiert sind außerdem Andreas Dresens «Wolke 9» über Liebe im Alter, das Gangster-Drama «Chiko» von Özgür Yildirim und «Im Winter ein Jahr» von Oscar-Preisträgerin Caroline Link («Nirgendwo in Afrika»).

Den diesjährigen Ehrenpreis verleiht die Deutsche Filmakademie an Loriot alias Vicco von Bülow. Der 85-jährige Komiker wird damit für seine «hervorragenden Verdienste um den deutschen Film» ausgezeichnet. Loriot («Ödipussi», «Pappa ante Portas») wird die Auszeichnung bei der Gala im Berliner Palais am Funkturm entgegen nehmen.

In insgesamt 15 Kategorien werden Lolas vergeben. Für die beste Regie bewerben sich Andreas Dresen («Wolke 9»), Uli Edel («Der Baader Meinhof Komplex»), Florian Gallenbeger («John Rabe») und Christian Petzold («Jerichow»). In der Sparte der besten Schauspielerinnen wurden Anna Maria Mühe («Novemberkind»), Ursula Werner («Wolke 9») und Johanna Wokalek («Der Baader Meinhof Komplex) nominiert. Als beste Schauspieler wählte die Akademie Josef Bierbichler («Im Winter ein Jahr«), Denis Moschitto («Chiko») und Ulrich Tukur («John Rabe»).

Für die beste weibliche Nebenrolle gehen Irm Hermann («Anonyma»), Susanne Lothar («Fleisch ist mein Gemüse») und Sophie Rois («Der Architekt») ins Rennen. Steve Buscemi («John Rabe»), Andreas Schmidt («Fleisch ist mein Gemüse») und Rüdiger Vogler («Effi Briest») wurden für die beste männliche Nebenrolle nominiert.

Als beste Dokumentarfilme bewerben sich «Lenin kam bis Lüdenscheid» und «Nobody's Perfect». In der Sparte Kinderfilm wurden «Hexe Lilli, der Drache und das magische Buch» sowie «Was am Ende zählt» nominiert. Weitere Preise gibt es in den Kategorien Drehbuch, Kamera, Filmmusik, Schnitt, Szenenbild, Kostümbild und Tongestaltung. Der von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) finanzierte Filmpreis ist mit knapp 2,9 Millionen Euro Nominierungs- und Preisgeldern die höchst dotierte deutsche Kulturauszeichnung. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Berlin ) (Quelle: )