20.07.2021 | Welt Mallorca will Corona-Regeln wieder verschärfen: Das ist geplant

Wegen der steigenden Corona-Zahlen auf den Balearen will die Regierung in den kommenden Tagen schärfere Corona-Maßnahmen einführen. Wie genau diese aussehen sollen, haben wir euch hier zusammengefasst.

Foto: Clara Margais / dpa

Noch letzte Woche hatte die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol neue Corona-Maßnahmen ausgeschlossen. Das soll sich jetzt aber ändern. Die Inzidenz auf den Balearen lag zuletzt bei 310 und vor allem junge Leute seien infiziert. Und wegen dieser steigenden Infektionszahlen soll es auf den Balearen bald neue Maßnahmen geben. Das dortige Oberlandesgericht müsse den neuen Regelungen teilweise aber noch zustimmen, so die Mallorca Zeitung. 

Versammlungsverbot

Ab Samstag, den 24. Juli,  sollen sich dann zwischen 1 Uhr nachts und 6 Uhr morgens nur noch Personen aus dem eigenen Haushalt treffen dürfen. Das soll sowohl im Freien als auch in Innenräumen gelten. Als Haushalt sollen hier gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Finca-Gäste gelten. Die Bewegungsfreiheit soll dabei aber nicht eingeschränkt werden, man soll sich also immer noch draußen aufhalten dürfen. Zu dieser Regelung muss das balearische Oberlandesgericht aber noch zustimmen.

Sperrstunde bei Stränden

Auch wenn man sich nach den neuen Regelungen nachts mit dem eigenen Haushalt noch draußen aufhalten darf, soll es in den nächsten Tagen weitere Beschränkungen geben. Die Strände sollen eine Sperrstunde bekommen. Heißt: zwischen 22 Uhr und 6 Uhr sollen die Strände geschlossen werden. Damit sollen Partys oder Trinkgelage verhindert werden.

Verstöße werden deutlich teurer

Auch das Bußgeld bei Verstößen soll stark angezogen werden

  • Besucher illegaler Partys: 1.000€ Strafe, vorher waren es 100€
  • Wenn ein Gast mit seiner Teilnahme an der Party gegen eine angeordnete Quarantäne verstößt:  2.000€
  • Wurde ein Gast vor der Party positiv getestet: 5.000€ 
  • Organisatoren solcher Partys: 100.000€; auch Eigentümer der Grundstücke oder Immobilien können belangt werden

Da die Bußgeld-Erhöhung nicht vom Gericht genehmigt werden muss, tritt diese voraussichtlich schon am Donnerstag in Kraft.

Einschränkungen in der Gastronomie

Die Gastro darf weiterhin offen bleiben - mit neuen Einschränkungen. Restaurants sollen früher schließen, um 1 Uhr morgens statt 2 Uhr. Und auch die maximale Zahl an Gästen soll runtergeschraubt werden. Im Innenbereich dürfen dann maximal vier Personen an einen Tisch, im Außenbereich acht Personen eines Haushalts. Auch diese Verschärfung tritt voraussichtlich Donnerstag in Kraft.

Teilnehmer bei Veranstaltungen

Auch bei gesellschaftlichen Anlässen wie Kulturveranstaltungen oder Hochzeiten soll es neue Vorgaben geben: wenn die Regierung den neuen Maßnahmen zustimmt, soll für mindestens zwei Wochen die Teilnehmerzahl auf maximal 75% der erlaubten Kapazität gesenkt werden.