20.04.2009 | Welt Mord an Nachbarin war detailliert geplant

Mord an Nachbarin war detailliert geplant
Der Täter nutzte die Grube nicht, weil sie schon vielen aufgefallen war.
Der Mord an einer 26 Jahre alten Frau in Bad Buchau (Baden-Württemberg) war von dem Nachbarsjungen bis ins Detail geplant.

Der 15-Jährige habe gestanden, eine Grube im Garten seiner Eltern ausgehoben zu haben, um die Leiche der Frau verschwinden zu lassen, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Er habe dann aber das Opfer nicht vergraben, weil die Grube bereits zu vielen Leuten aufgefallen sei. Zudem sollte die 26-Jährige nur sterben, wenn sie ihn und seinen 16 Jahre alten Komplizen beim Einbruch erwische. Die Frau hatte den Einbrecher am vergangenen Mittwoch trotz seiner Maske erkannt; daraufhin hatte der Jugendliche die Frau erschlagen, wie er aussagte.

Bislang hatte der 15 Jahre alte Verdächtige ausgesagt, in einer Kurzschlussreaktion die Frau gefesselt und mit einem Brecheisen erschlagen zu haben. Der 16-Jährige soll ihm geholfen haben, die Leiche zu verstecken. Der Ehemann fand seine tote FrauMutter eines Kleinkindesam Mittwochnachmittag im Keller des Hauses. Auch bei der Tat sei der 16-Jährige dabei gewesen und habe den 15-Jährigen zumindest nicht davon abgehalten, die Frau zu töten, sagten die Ermittler. Ob der Ältere Mittäter oder Gehilfe war, ist für die Polizei noch nicht geklärt.

Am Freitag war Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen die beiden Jugendlichen erlassen worden. Ihnen droht eine Jugendstrafe von bis zu zehn Jahren Gefängnis. Laut Polizei hatte es der 15-Jährige bei seinem Einbruch auf Geld und Elektrogeräte abgesehen. Mit dem Diebesgut sollten ein Motorroller und Ersatzteile bezahlt werden. Tatsächlich erbeutete er aber nichts. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - Bad Buchau ) (Quelle: )