26.06.2020 | Welt Trotz Corona-Pandemie: Briten stürmen Strände - Polizei muss eingreifen

Der englische Küstenort Bournemouth sorgte gestern für Negativschlagzeilen. Die Menschen vergnügten sich trotz Corona dicht gedrängt am Strand, verstopften Parkplätze und ließen ihren Müll liegen. Zwischenzeitlich musste sogar die Polizei eingreifen.

Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa

Großbritanien ist aktuell das schlimmste von der Corona-Pandemie betroffene Land in Europa. Dennoch lassen es sich viele Menschen nicht nehmen, einen Tagesausflug zum Strand zu machen. Die heißen Temperaturen der letzten Tage und die Ausflugslust vieler Briten hat gestern für verstörende Bilder gesorgt.

Menschenmassen am Strand

Im englischen Bournemouth überrannten die Leute den Strand und verbrachten den Tag dicht gedrängt mit anderen Touristen. Aus Luftaufnahmen war teilweise nicht mal mehr der Sand zu erkennen, so überfüllt war der Strand. Schon in den Morgenstunden waren der Bahnhof und die Parkplätze am Strand überlastet.

Lage zeitweise nicht beherrschbar

Zwischenzeitlich musste sogar die Polizei einen "ernsten Zwischenfall" auslösen, weil die Lage nicht mehr beherrschbar war. Neben der Missachtung der Hygieneregeln klagten die Einsatzkräfte über liegengelassenen Müll, aggresives Verhalten der Strandbesucher und Alkoholmissbrauch bei hohen Temperaturen. Die Bilder sorgten auch weltweit für Empörung.

Tagesausflüge erlaubt

Aktuell sind Tagesausflüge trotz Corona innerhalb Englands erlaubt. Viele Menschen aus der Millionen-Metropole London zieht es daher an heißen Tagen an die Küsten. Derartige Menschenmengen gibt es sonst aber nur an Feiertagen, teilten Vertreter der Stadt Bournemouth mit.

Großbritaniens Gesundheitsminister Matt Hancock forderte auf Twitter seine Landsleute auf: «Wir alle wollen draußen sein und den herrlichen Sonnenschein genießen. Aber wenn Sie unterwegs sind, verhalten Sie sich sicher und halten Sie die Regeln zur sozialen Distanz ein