13.04.2021 | Welt Nach Thrombose-Fällen in USA: Johnson & Johnson verschiebt Einfuhr in Europa

Johnson & Johnson verschiebt die Einfuhr seines Impfstoffs in Europa. Grund dafür sind aufgetretene Nebenwirkungen in den USA. US-Behörden empfehlen deshalb nun eine Impfpause mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson.

Foto: Rogelio V. Solis/AP/dpa

Im März wurden bereits in Deutschland und einigen anderen EU-Ländern die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff vorübergehend ausgesetzt. Nun gibt es offenbar bei einem anderen Impfstoff ebenfalls Nebenwirkungen: Johnson & Johnson. Daher wird die Einführung dieses Mittels nach Europa nun verschoben. Das teilte der Konzern am Dienstag mit. 

In einer Mitteilung heißt es:

"Die Sicherheit und Gesundheit der Leute, die unsere Produkte verwenden, ist unsere höchste Priorität. Wir sind uns einem sehr seltenen Auftreten bewusst, dass Blutgerinnsel und ein Mangel an Blutplättchen festgestellt wurden, bei einer geringen Zahl an Leuten, die unseren COVID-19 Impfstoff erhalten haben."

Die USA haben die Impfungen mit  Johnson & Johnson zunächst gestoppt - das teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA in einem gemeinsamen Statement mit, nachdem bei sechs Menschen danach Sinusvenenthrombosen erfasst wurden. Betroffen seien Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren. Der nächste Schritt ist, zu untersuchen, inwiefern die Fälle zusammenhängen und ob ein Zusammenhang mit dem Impfstoff selbst besteht.

Bislang seien mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war, in den USA gespritzt worden. Sein Vorteil: Offenbar ist bei diesem Impfstoff nur eine einzige Dosis vonnöten.

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