24.02.2020 | Welt Neue Entwicklungen zum Coronavirus: Aktueller Stand in China und Italien

In Italien vermehrt sich die Zahl der Corona-Infektionen. Am Sonntagabend musste ein Zug von Italien auf dem Weg nach München am Brenner aufgrund des Verdachts auf Corona-Erkrankte an Bord gestoppt werden. Die Zahl der Erkrankten steigt aber insbesondere in China weiterhin stark an.

Foto: Lino Mirgeler Wegen Corona-Verdachts gestoppter Zug in München angekommen

Aktuelle Entwicklungen in Italien

Zugverkehr zwischen Italien und Österreich lahmgelegt

Ein Fehlalarm legte am Sonntagabend den Zugverkehr zwischen Italien und Österreich lahm. Zwei Eurocitys, die in Venedig gestartet sind und auf dem Weg nach München waren, wurden von den Behörden Österreichs am Brenner gestoppt. An Bord von einem der Züge befanden sich zwei Frauen, die über starken Husten und Fieber klagten. Sie wurden in Verona dann aber negativ auf das Virus getestet. Daraufhin konnten die Passagiere weiter nach München fahren.

150 Infektionen in Italien

Italien ist mit 150 Infektionen das am schwersten betroffene Land Europas. In Norditalien steht das öffentliche Leben in einigen Teilen praktisch still. In der Lombardei wurden zehn Gemeinden in der Provinz Lodi zu Sperrzonen erklärt. Sie liegen in der Nähe von Mailand, der zweitgrößten Stadt Italiens. Auch die Gemeinde Vo in Venetien wurde abgeriegelt: Schulen, Universitäten und Museen bleiben geschlossen. Der Karneval von Venedig, der bis einschließlich Dienstag stattfinden sollte, wurde vorzeitig beendet. Die Zahl der Toten durch den Coronavirus-Ausbruch steigt weiter. Mittlerweile kamen sieben Menschen ums Leben, fünf davon in der Lombardei, wie der Gesundheitsbeauftragte der norditalienischen Region am Montagabend mitteilte. Bei den Toten handle es sich um ältere Menschen.

Foto: Bruno Kisten Mitarbeiter des Codogno Krankenhauses tragen Kisten in das Krankenhaus.
Tipp: Was tun, wenn man bereits Urlaub in Italien gebucht hat? 

Wenn ihr bereits Urlaub in Italien in der nächsten Zeit gebucht habt, wendet euch an euren Reiseveranstalter für aktuelle Informationen zu eurem Urlaubsgebiet.

Aktuelle Entwicklungen in China

Während das Coronavirus Europa erreicht hat, und insbesondere Italien von der Verbreitung des Virus betroffen ist, muss auch China weiterhin Maßnahmen gegen die Lungenkrankheit ergreifen. 

150 neue Todesfälle in China

In China ist die Zahl der Toten durch das Coronavirus sprunghaft angestiegen. In Peking berichtet die Gesundheitskommission am Montag (24.2.) von 150 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages. Damit ist die Gesamtzahl der Todesfälle in China auf 2592 Fälle angestiegen. Die Zahl der neu Infizierten kletterte auf 409 Personen, womit es mittlerweile insgesamt 77.150 bestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus in China registriert sind.

Notfallmaßnahmen in China gesenkt

Trotz der ansteigenden Corona-Fälle wurden die Notfallmaßnahmen in der Volksrepublik zurückgefahren. In Wuhan können Menschen, die keinen dortigen Wohnsitz haben, oder zwingende Gründe für das Verlassen der Stadt nachweisen, eine Ausreisegenehmigung erhalten. Auch die umliegenden Provinzen haben die Sofortmaßnahmen von Stufe 1 auf Stufe 2 reduziert.

Foto: Miguel Candela
Viele Ärzte und Pfleger angesteckt

Mehr als 3000 Ärzte und Pfleger haben sich in China mittlerweile mit dem Coronavirus angesteckt. Drei Ärzte, zwei davon in Hubei, sind am Wochenende an der Infektion verstorben.

Bisherige Entwicklungen