25.04.2022 | Welt Neue Omikron-Studie: Schützt der BioNTech-Booster wirklich so lange wie gedacht?

Fast 57 Prozent der Menschen in Bayern haben laut RKI eine Auffrischungsimpfung bekommen. Doch nicht jeder Booster wirkt auch so lange, wie eigentlich gedacht. Was dahinter steckt, lest ihr hier.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Über die Hälfte der Menschen in Bayern haben sich laut RKI eine Auffrischungsimpfung geholt. Doch eine neue Studie zeigt, dass der BioNTech-Booster nicht so lange hält, wie ursprünglich gedacht.

Schutz soll nur einige Monate

Laut neuen Studiendaten verringert sich der Schutz der Auffrischungsimpfung Biontech/Pizer-Vakzin nach einigen Monaten. Diese Erkenntnisse gehen aus einer Untersuchung in Südkalifornien im Fachblatt "The Lancet Respiratory Medicine" hervor. Grundsätzlich bleibt aber auch dann noch eine gewisse Wirksamkeit noch erhalten. Die Auffrischung verbessere den Schutz gegen Omikron signifikant, so die Hauptautorin der Studie, die Epidemiologin Sara Y. Tartof vom Gesundheitskonsortium Kaiser Permanente.

Dieser Schutz scheine aber nach drei Monaten gegen Besuche in der Notaufnahme und sogar gegen Krankenhausaufenthalte nachzulassen, so Tartof weiter.

Hintergrund der Studie

Die Forscher haben 11.123 Krankenhauseinweisungen und Besuche der Notaufnahme mit akuten Atemwegsinfektionen analysiert. Die Studie lief von Dezember 2021 bis Februar 2022. Hier waren sowohl die Omikron, als auch die Delta-Variante im Umlauf. 

Die genauen Ergebnisse

Das Unternehmen Pfizer hat die Studie finanziert. Das sind die genauen Ergebnisse der Studie:

  • Den Forschungsergebnissen zufolge betrug die Wirksamkeit des Biontech-Boosters gegen Krankenhauseinweisungen wegen Omikron bei weniger als drei Monaten 85 Prozent.
  • Nach drei Monaten oder länger viel sie allerdings auf 55 Prozent. 
  • Hinsichtlich der Einweisung in die Notaufnahme lag die Wirksamkeit von drei Dosen bei weniger als drei Monaten gegen Omikron bei 77 Prozent, fiel aber nach drei Monaten oder länger auf 53 Prozent.

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