28.02.2020 | Welt Corona-Virus: Alle Entwicklungen im LIVE-TICKER

Das Corona-Virus bestimmt weiter die Schlagzeilen in Deutschland. In unserem Live-Ticker gibt es alle Entwicklungen.

Foto: Fabian Strauch/dpa

In Bayern gibt es einen neuen Coronavirus-Fall. Es handele sich um einen Mann aus Mittelfranken, der in Deutschland Kontakt mit einem infizierten Italiener hatte - das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Donnerstagabend mit. Der Italiener sei erst nach seiner Rückkehr nach Italien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das zuständige Gesundheitsamt habe begonnen, Kontaktpersonen des Mannes zu ermitteln. 

Unterdessen ist der letzte der 14 bislang in Bayern infizierten Patienten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Folgen hat auch die Infektion eines 25-Jährigen aus dem Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg: Nach dem Kinobesuch des Mannes in Neu-Ulm müssen mehrere Sitznachbarn des Mannes in Quarantäne. Außerdem gibt es Bezüge von drei Infizierten in Baden-Württemberg nach Bayern: Sie sind Teil einer Gruppe von Geschäftsreisenden, die vom 19. bis 21. Februar an einem Business-Meeting in München teilgenommen hatten.

Neuer Fall: Keine Verbindung zum ersten Corona-Fall in Bayern 

In Bayern war Ende Januar der erste Corona-Virus-Fall in Deutschland nachgewiesen worden. Alle der seitdem 14 Infizierten im Freistaat standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webastoaus Gauting-Stockdorf. Dort war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und einige Angehörige infizierten sich. Der neue Fall hat nach ersten Erkenntnissen keinen Bezug zu Webasto.

Das Corona-Virus breitet sich in Deutschland aus

Weil die Zahlen inzwischen auch in anderen Bundesländern steigen, bleibt das Thema im Freistaat brisant. Die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland beschäftigt außer der Reihe Bayerns Staatsregierung. Im Kabinettsausschuss wollen sich einzelne Ministerien mit Regierungschef Markus Söder (CSU) am Freitag mit Vertretern des Robert Koch-Institutes (RKI) über die Lage in Bayern und den anderen Bundesländern austauschen. Auch Folgen für die Wirtschaft sind zunehmend spürbar.

Nachdem in den vergangenen Tagen in mehreren Bundesländern neue Erkrankungen nachgewiesen wurden, der Ansteckungsweg aber zunächst nicht immer nachvollziehbar war, sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Deutschland "am Beginn einer Corona-Epidemie".

Kabinett berät über Vorbereitung auf Corona-Ausbreitung in Bayern

Wegen der steigenden Zahl neuer Corona-Virus-Erkrankungen in Deutschland kommt heute um 11 Uhr die bayerische Staatsregierung zusammen. In der Staatskanzlei wollen sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und mehrere Minister in einem eigens wegen Covid-19 einberufenen Kabinettsausschuss über die Lage in Bayern und den anderen Bundesländern austauschen. An der Sitzung nehmen auch der Präsident des Robert Koch-Institutes (RKI), Lothar Wieler, und der Leiter des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, teil.

Im Fokus der Sitzung steht unter anderem die Frage: Wie ist der Freistaat auf eine möglicherweise bevorstehende Ausbreitung vorbereitet? Dabei geht es etwa um vorhandene Kapazitäten von geeigneten Quarantänebetten in Kliniken. 

Messe in Nürnberg verschoben

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird zudem die internationale Waffenmesse IWA in Nürnberg verschoben. Die für den 6. bis 9. März geplante Ausstellung werde auf ein noch festzulegendes Datum in diesem Jahr verlegt, sagte eine Sprecherin der Nürnberg Messe.

Immer mehr Corona-Virus-Fälle in Deutschland