11.10.2019 | Welt Friedensnobelpreis geht an äthiopischen Premier Abiy Ahmed: Greta geht leer aus

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt. Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg galt zuvor ebenfalls als Favoritin.

Foto: Britta Pedersen/dpa Abiy Ahmed, dem Ministerpräsidenten von Äthiopien ist es gelungen, nach Jahren des Konflikts Frieden mit Äthiopiens bitterem Rivalen Eritrea zu schließen.

Der diesjährige Friedensnobelpreisträger ist der äthiopische Regierungschef Abiy Ahmed. Das hat das Nobelkomitee in Oslo bekanntgegeben. Die 43-Jährige wurde mit dem Preis gewürdigt, der als renommierteste politische Auszeichnung der Welt gilt.

Abiy Ahmed wird für seinen Einsatz für Frieden und internationale Zusammenarbeit und vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem äthiopischen Nachbarland Eritrea ausgezeichnet. Der Friedensnobelpreisträger ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830 000 Euro) dotiert.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg geht dagegen leer aus. Sie galt bei Friedensforschern und Wettbüros ebenfalls als Favoritin.

Die 16-Jährige hat im Kampf gegen den Klimawandel weltweit Millionen Menschen mobilisiert.

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Die Jury hatte in diesem Jahr die Wahl zwischen 301 Nominierten, unter ihnen 223 Persönlichkeiten und 78 Organisationen. Da die Namen der Kandidaten 50 Jahre lang unter Verschluss gehalten werden, ließ sich über den Preisträger vorab nur spekulieren.