01.10.2020 | Welt Pauschale Reisewarnung endet: Das gilt jetzt für Reisen in Risikoländer

Die Bundesregierung hat die pauschale Reisewarnung für Nicht-EU-Länder aufgehoben. Ab sofort soll jedes Land einzeln bewertet werden.

Foto: Arne Dedert/dpa

Nach mehr als einem halben Jahr hat die Bundesregierung die pauschale Reisewarnung für Reisen in Nicht-EU-Länder für beendet erklärt. Zukünftig soll das Corona-Risiko für jedes Land einzeln bewertet werden. Betroffen sind mehr als 180 Länder außerhalb der Europäischen Union. 

Diese Reisewarnungen werden künftig ausgesprochen
  • Reisewarnung: Sie wird nur noch für die Länder ausgesprochen, die den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Das gilt derzeit für 123 Länder ganz und für 15 teilweise.
  • Reisewarnung Light: Für circa 50 weitere Länder  wird unabhängig von der Infektionslage von Reisen abgeraten. Der Grund: Dort gelten noch Einreisebeschränkungen oder eine Ausreisesperre in die EU. Zu dieser Staatengruppe gehört beispielsweise das beliebte Winterurlaubsland Thailand, wo es kaum Corona-Infektionen gibt, aber ausländische Touristen auch draußen bleiben müssen.
  • Keine Reisewarnung: Viele Länder bleiben hier aber nicht mehr übrig. Aktuell (Stand 1. Oktober) sind das zum Beispiel Italien, Griechenland, Zypern und Malta. Außerhalb Europas sind es nur Georgien und Tunesien. sowie türkische Urlaubsgebiete am Mittelmeer mit einer Ausnahmeregelung. 
Neue Risikoländer dazugekommen 

Zugleich hat das Robert Koch-Institut seine Liste der Risikoländer aktualisiert. Folgende Länder sind neu hinzugekommen:

  • Belgien 
  • weite Teile von Großbritannien (u.a. Nordirland und Wales, North West, North East, Yorkshire, Humbers)
  • ganz Frankreich (außer die Grenzregion Grand-Est)
  • Ungarn (Csongrad, Vas sowie Pest mit der Hauptstadt Budapest)
  • Rumänien (Regionen Alba und Cluj)
  • Slowenien (Koroska)
  • Litauen (Region Siauliu)
  • Niederlande (mit Ausnahme von Zeeland und Limburg)

In Österreich gelten das Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz seit dem 2. Oktober nicht mehr als Risikogebiet. 

Komplette Auflistung der Risikogebiete