20.04.2009 | Welt Tribeca Filmfest sprüht vor Optimismus

Tribeca Filmfest sprüht vor Optimismus
Woody Allens neuer Film läuft beim Tribeca Filmfestival.
Schwere Zeitenleichte Unterhaltung: Das Tribeca-Filmfestival sieht sich angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise berufen, Optimismus zu verbreiten.

Die heitere Note sei eines der Auswahlkriterien für das diesjährige Programm gewesen, sagte die Produzentin Jane Rosenthal im Vorfeld des zehntägigen Filmspektakels in New York. Das Festival wird an diesem Mittwoch mit der Weltpremiere von Woody Allens Komödie «Whatever Works» eröffnet. Es stellt bis zum 3. Mai 85 Spielfilme vor, nur noch halb so viele wie 2007; knapp jeder zweite wird welturaufgeführt.

Das achte Tribeca-Filmfestival präsentiert sich nach Angaben seiner Organisatoren vom Montag aber nicht nur «schlanker», sondern auch anspruchsvoller. Tribeca habe zwar noch nicht das Format von Cannes und Sundance (Utah), aber es sei künstlerisch gereift und nehme bei weitem nicht mehr jedes Angebot in sein Programm auf, lobte die «New York Times» in einer Vorschau.

Das Filmfest war 2001 nach den Terroranschlägen vom 11. September ins Leben gerufen worden, um dem schwer getroffenen Stadtteil Tribeca im Süden Manhattans wirtschaftlich und kulturell wieder auf die Beine zu helfen. Seine Gründer sind Rosenthal und der zweifache Oscar- Preisträger Robert De Niro. Zu den Produktionen mit deutscher Beteiligung gehören in diesem Frühjahr die Romanze «Here and There» unter der Regie des Serben Darko Lungulov und das Drama «Queen to Play» nach dem Roman «Die Schachspielerin» von Bertina Henrichs. Mit dem Film in französischem Originalton gibt Caroline Bottaro ihr Regie-Debüt. Zu den Darstellern gehören Kevin Kline, Sandrine Bonnaire und Jennifer Beals.

Mit besonderer Spannung werden in New York unter anderen das stille Familiendrama «Still Walking» des Japaners Hirokazu Kore-eda erwartet, das im Herbst beim Internationalen Filmfest in Toronto als Meisterstück gefeiert worden war, sowie Armando Iannuccis Politsatire «In the Loop» und Steven Soderberghs «The Girlfriend Experience», die Geschichte eines anspruchsvollen New Yorker Call Girls. Die schwedische Komödie «The Swimsuit Issue» über ein Schwimmteam, das sich nach einer feuchtfröhlichen Junggesellen-Party zusammentut, könnte mit seinem männlich-derben Humor die Nachfolge des Kinohits «The Full Monty» antreten, kündigen die Veranstalter in ihrer Vorschau an. (Quelle: ) (Quelle: (dpa) - New York ) (Quelle: )