02.04.2019 | Erfolgsgeschichten "Made in Bavaria" 2019 - Frühjahr German Bionic in Schwaben: Ein Roboter zum Anziehen

German Bionic, mit Hauptsitz in Augsburg und Niederlassungen in Berlin und Tokio, ist der erste deutsche Hersteller, der Exoskelette für den Einsatz in der industriellen Produktion entwickelt und fertigt. Was das heißt - wir erzählen's euch.

  • German Bionic hat ihren Hauptsitz in Augsburg - weitere Niederlassungen allerdings in Berlin und Tokio.

    German Bionic hat ihren Hauptsitz in Augsburg - weitere Niederlassungen allerdings in Berlin und Tokio.

  • Die Firma ist der erste deutsche Hersteller, der Exoskelette für den Einsatz in der industriellen Produktion entwickelt und fertigt. Was nach Science Fiction klingt, ist hier schon Realität. 

    Die Firma ist der erste deutsche Hersteller, der Exoskelette für den Einsatz in der industriellen Produktion entwickelt und fertigt. Was nach Science Fiction klingt, ist hier schon Realität. 

  • Mittlerweile ist der „Roboter zum Anziehen“ für den Verkauf bereit. Er soll den unteren Rücken beim Heben von schweren Gegenständen entlasten. 

    Mittlerweile ist der „Roboter zum Anziehen“ für den Verkauf bereit. Er soll den unteren Rücken beim Heben von schweren Gegenständen entlasten. 

  • Wir funktioniert das? Dieses Exoskelett ahmt aktiv Bewegungen nach und verstärkt sie. Aber: Für den privaten Gebrauch ist diese Erfindung bisher nicht gedacht.

    Wir funktioniert das? Dieses Exoskelett ahmt aktiv Bewegungen nach und verstärkt sie. Aber: Für den privaten Gebrauch ist diese Erfindung bisher nicht gedacht.

  • Allerdings schließt Chef-Entwickler Dr. Peter Heiligensetzer das keinesfalls aus: "[...] eine abgespeckte Version, die man sich im Baumarkt mieten kann, ist absolut denkbar“, erklärt er. Wir dürfen gespannt sein!

    Allerdings schließt Chef-Entwickler Dr. Peter Heiligensetzer das keinesfalls aus: "[...] eine abgespeckte Version, die man sich im Baumarkt mieten kann, ist absolut denkbar“, erklärt er. Wir dürfen gespannt sein!

Sechs Jahre lang hat Dr. Peter Heiligensetzer mit seinem Team entwickelt und ausprobiert, bis der „Roboter zum Anziehen“ für den Verkauf bereit war. Das Exoskelett entlastet den unteren Rücken beim Heben von schweren Gegenständen, indem es Bewegungen aktiv nachahmt und verstärkt. Es schaut ein wenig aus wie ein Trekkingrucksack, der zusätzlich noch an den Beinen befestigt wird. Faustgroße Elektromotoren an der Hüfte helfen dem Träger sich beim Heben aufzurichten. So kommt die Entlastung für den unteren Rücken zustande. Grundsätzlich gibt es keine Beschränkung, aber momentan ist das Exosklett für 15 bis 20 Kilogramm ausgelegt.

Anwendungsbereiche sind vielfältig

Klar, „Roboter“ und „Robotik“ klingen nach viel Geld. Mit 39.000 Euro ist das Außenskelett auch nicht gerade billig, aber Heiligensetzer stellt die Kosten für den Ausfall eines Arbeiters, weil der Rückenprobleme hat, dem gegenüber. Das größte Verkaufspotenzial sieht der Chefentwickler in der Industrie. Überall dort, wo Menschen heben, kann das Exosklett angewendet werden. Auch in der Pflege und bei Rettungseinsätzen könnte das robotische Hebegeschirr ebenfalls helfen. Der private Gebrauch ist momentan nicht angedacht, „aber eine abgespeckte Version, die man sich im Baumarkt mieten kann, ist absolut denkbar“, sagt Heiligensetzer.

Kein Aha- Erlebnis - dafür aber preisgekrönt

Wie kommt man auf die Idee ein Mensch-Maschine-System zu entwickeln? Ein Aha-Erlebnis gab es nicht. Dr. Peter Heiligensetzer kommt aus dem Roboterbau und pirschte sich eher über Trial and Error an das Thema Exosklett heran. Die ersten Geräte wurden auch schon verkauft. Beim Vertrieb helfen natürlich Preise. Zuletzt wurde die Augsburger Firma beim „Land der Ideen - Wettbewerb“ ausgezeichnet. Mittlerweile arbeitet German Bionic schon an der zweiten Generation an Exoskletten. „Es geht langsam los“, lächelt Peter Heiligensetzer.

Erfolgsgeschichten "Made in Bavaria":

Bayern ist ein großartiges Land. Das schönste Bundesland der Welt. Und, hier leben auch ganz viele schlaue und geschäftstüchtige Menschen. Unsere Serie "Made in Bavaria" stellt jeden Tag auf ANTENNE BAYERN und hier auf antenne.de Erfolgsgeschichten vor - eben made in bavaria

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