21.02.2018 | Menschen aus Bayern Menschen aus Bayern - Von 330m² auf 15m² und erst recht happy

Warum zieht ein Mann freiwillig aus seinem 330 qm Haus aus in eine kleines 15qm WG Zimmer im Allgäu - absolut ohne finanzielle Not. Das ist der Grund:

  • Jochen Koller aus dem Allgäu kam irgendwann an einen Punkt in seinem Leben an dem er auch wirklich leben wollte neben der Arbeit

    Jochen Koller aus dem Allgäu kam irgendwann an einen Punkt in seinem Leben an dem er auch wirklich leben wollte neben der Arbeit

  • Früher war er golfen, heute geht er eher mit Lamas spazieren

    Früher war er golfen, heute geht er eher mit Lamas spazieren

  • Und Jochen ist endlich wieder viel mehr in der Natur

    Und Jochen ist endlich wieder viel mehr in der Natur

  • Er gibt mittlerweile sogar Workshops bei denen er Kindern und Erwachsenen zeigt wie man mit ganz wenigen Mitteln in der Natur gut klar kommen kann 

    Er gibt mittlerweile sogar Workshops bei denen er Kindern und Erwachsenen zeigt wie man mit ganz wenigen Mitteln in der Natur gut klar kommen kann 

  • Hier bauen sie gemeinsam gerade ein Tipi auf

    Hier bauen sie gemeinsam gerade ein Tipi auf

  • Jochen hat sich mittlerweile der Permakultur verschrieben - dem Erschaffen nachhaltiger Systeme

    Jochen hat sich mittlerweile der Permakultur verschrieben - dem Erschaffen nachhaltiger Systeme

  • Die Natur und wie wir am besten mit ihr zusammen arbeiten - das ist Jochens Leidenschaft

    Die Natur und wie wir am besten mit ihr zusammen arbeiten - das ist Jochens Leidenschaft

  • Heute ist er glücklicher denn je mit seiner Arbeit

    Heute ist er glücklicher denn je mit seiner Arbeit

Jochens Geschichte zum Nachhören:

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Jochen aus Sonthofen im Allgäu hat eigentlich alles, was man so für ein glückliches Leben braucht - zumindest in der Theorie: Gesundheit, Frau, Kinder, großes Haus, Job. Aber er arbeitet rund um die Uhr, hat nur sehr selten freie Zeit.

"Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich gar nicht mehr mitbekomme wie die Jahreszeiten vergehen."

Er ist ausgebildeter Altenpfleger, war viele Jahre (unter anderem als Stationsleiter) in einer Festanstellung und hat sich dann mit einem eigenen Unternehmen, einem eigenen „Haus für Kurzzeitpflege“, selbstständig gemacht. Dort betreut er jahrelang mit seiner Frau zusammen die Patienten in seinem eigenen Haus. Da ist die Arbeit immer nebenan. Deswegen kommt er auch kaum noch vor die Tür. Dabei ist die Natur genau das, was er als Kind am meisten geliebt hat - mit seinen Eltern war er jedes Wochenende und jede Ferien auf einem Hof bei Einöd-Bergbauern in Tirol.

"Wir haben die Fische mit den Händen gefangen. Das sind Erinnerungen, die ganz tief sitzen, aber lange verschüttet waren."

Jochen kommt an einen Punkt in seinem Leben an dem er alles überdenkt, was und wie er es bis dahin gemacht hat. Er löst die Pflege auf und bildet sich weiter, um dem Hamsterrad zu entkommen. Das riesige 330 qm Haus – eine extreme finanzielle Belastung – muss auch weg.

Jochen hat seine Ansprüche extrem reduziert und muss so nur noch drei Tage im Monat arbeiten, um das Allerwichtigste abzusichern. Darüber hinaus arbeitet er nur noch was ihm Spaß macht. Er hat sich der Permakultur verschrieben - die Arbeit an nachhaltigen Systemen, zum Beispiel in der Landwirtschaft.

Privat wohnt der 65-Jährige heute zusammen mit seiner Lebensgefährtin in einem 15qm Zimmer in einer Bauernhof-WG.

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