06.12.2017 | Menschen aus Bayern Menschen aus Bayern - Pascal hatte einen Riesen-Schutzengel

Pascal aus dem unterfränkischen Höchberg hat einen Schutzengel gehabt. Da glaubt er fest dran. Und wenn man seine Geschichte anhört, kann es kaum anders sein!

Pascal aus dem unterfränkischen Höchberg hat einen Riesen-Schutzengel gehabt. Da glaubt er fest dran. Und wenn man seine Geschichte anhört, kann es kaum anders sein!

Es war der 01. September 2016. Pascals 1. Arbeitstag als Zeitungsausfahrer ist grade vorbei. Drei Uhr nachts und er will nach Hause. Der damals 21 jährige fährt auf der A3, als er plötzlich Glasscherben sieht, und dann ein stark beschädigtes Unfallauto auf der linken Spur.

Da zögert Pascal keine Sekunde, er hält so schnell es geht an und versucht die Unfallstelle mit seinem Wagen und Warnblinker abzusichern. Dann schaut er sofort nach der Familie im Unfallwagen.

"Sie waren schockiert, haben kein Deutsch oder Englisch gesprochen, da hab ich ihnen mit Händen und Füßen klargemacht, dass sie da weg müssen und ihnen über die Leitplanke geholfen."

Und da will Pascal dann eigentlich auch sofort hin. In Sicherheit. Doch dazu kommt es nicht.

"Reifenqietschen und ein Knall."

Ein anderer Autofahrer sieht die Unfallstelle zu spät, legt zwar noch eine Vollbremsung ein, erwischt Pascal aber mit hohem Tempo! Er prallt mit dem Kopf auf die Windschutzscheibe und wird durch die Luft geschleudert.

Der 21 jährige kommt ins Krankenhaus und kurze Zeit später stellt sich raus: er hat verdammtes Glück gehabt! Er überlebt nicht nur, er hat auch für den schweren Unfall verhältnismäßig leichte Verletzungen: eine Verletzung an der Stirn und einen Bänderriss. Bis heute hat er allerdings noch starke Rückenschmerzen und ein sehr mulmiges Gefühl, wenn er im Dunkeln auf der Autobahn fährt.

Trotzdem - trotz des Unfalls, trotz der Rückenschmerzen, trotz der Angst, Pascal würde und wird immer wieder helfen.

"Natürlich würde ich sofort helfen ohne nachzudenken. Andere Menschen haben es verdient, Hilfe zu bekommen und die möchte ich geben, wo ich nur kann." 

Und genau das wünscht er sich auch von allen anderen:

"Nicht einfach dran vorbeifahren. Und sei es nur ein Fahrzeug bei dem der Warnblinker leuchtet. Es kann ja sein, dass derjenige einen Schlaganfall oder ähnliches hat. Lieber einmal zu viel nachschauen."

Pascals Geschichte zum Nachhören:

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