20.11.2017 | Guten Morgen Bayern Biber zum Essen: "Warum nicht?" oder "Geht gar nicht!"

Ein kleiner Biber landet im großen Schmortopf. Kein Witz! In Altenstadt in der Oberpfalz bereitet ein Wirt und Jäger Biber als Gulasch zu! Leiki hat das Biber-Fleisch getestet:

  • Koch Jürgen aus Altenstadt in der Oberpfalz hat heute Morgen in Guten Morgen Bayern ein Biber-Gulasch für Leiki zubereitet. 

    Koch Jürgen aus Altenstadt in der Oberpfalz hat heute Morgen in Guten Morgen Bayern ein Biber-Gulasch für Leiki zubereitet. 

  • Und Leiki hat es live in Guten Morgen Bayern probiert.

    Und Leiki hat es live in Guten Morgen Bayern probiert.

  • Sein Fazit: Sehr lecker! - Leikermoser ist von dem Biberfleisch begeistert.

    Sein Fazit: Sehr lecker! - Leikermoser ist von dem Biberfleisch begeistert.

  • Das Biberfleisch wird beim Gulasch mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Rotwein und Biberfonds zubereitet und dann natürlich noch kräftig gewürzt. 

    Das Biberfleisch wird beim Gulasch mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Rotwein und Biberfonds zubereitet und dann natürlich noch kräftig gewürzt. 

Sie sind süß, sie sind putzig, sie sind goldig: kleine Biber. Viele von uns haben die Nage-Tierchen im Kopf als niedliche Werbefiguren von einem großen Baumarkt oder aus der Zahnpastawerbung. Jetzt gibt es große Diskussionen in ganz Bayern über eine Geschichte aus Altenstadt in der Oberpfalz. Denn dort landen Biber im Schmortopf, bei Wirt und Koch Jürgen Füßl. Er macht aus den Tieren Gulasch. Für viele unverstellbar und nicht nachvollziehbar.

Würdet ihr Biber essen?

Hintergrund: Warum landen Biber im Kochtopf?

Jürgen Füßl ist auch Jäger und wenn ein Biber mal wieder mit seinen scharfen Zähnen einen Schaden anrichtet, darf er das Tier mit einer Sondergenehmigung töten. Denn eigentlich ist der Biber in Bayern geschützt und das hat gute Gründe. Es ist verboten, ihn zu fangen oder zu töten. Es gibt im Freistaat aber in einigen Regionen einfach zu viele von den kleinen Tieren. Sie richten immer wieder großen Schaden an, wenn sie Bäume fällen und Dämme bauen. Das Wasser von Bächen und Flüssen staut sich so sehr an, dass es zu Überschwemmungen kommen kann. In solchen Fällen greifen die Jäger zum letzten Mittel: Sie müssen die Biber abschießen.

Aber statt die toten Tiere wegzuwerfen, kocht Jürgen Füßl aus dem Biberfleisch lieber etwas. Denn das Fleisch ist ihm zu wertvoll. Verkaufen darf er die ungewöhnliche Spezialität aber nicht, er tischt sie nur seinen Freunden auf. 

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