20.03.2019 | Guten Morgen Bayern „Umweltkiller Nummer 1“: Lehrerin ruft auf, keine Kinder in die Welt zu setzen

Verena Brunschweiger ist Lehrerin auf dem Albrecht-Altdorfer Gymnasium in Regensburg. Die 38-Jährige sagt: „Wir sollten am besten gar keine Kinder bekommen, der Umwelt zuliebe.“ Auf ANTENNE BAYERN spricht sie über ihre gewagten Ansichten und Thesen.

Foto: Juliane Zitzlsperger/Büchner-Verlag/dpa

Immer wieder heißt es in Cafés und Restaurants: „Kinder müssen draußen bleiben!“ Nur Erwachsene dürfen rein. In unserer Befragung „So tickt Bayern“ haben Eltern in Bayern abgestimmt, wie sie das finden. Das Ergebnis: Für 60,8 Prozent ist es okay, dass Kinder in Lokalen keinen Zutritt haben. Denn jeder braucht mal Ruhe. 

Dass es solche Cafés gibt, macht viele aber auch stinksauer. Richtig gut findet die Idee aber Verena Brunschweiger. Die 38-jähre Lehrerin und Autorin aus Regensburg vertritt viel krassere Ansichten und geht noch weiter: „Gut wäre es, wenn Erwachsene nur noch ein Kind oder noch besser gar keine Kinder mehr in die Welt setzen.“ Der Umwelt zuliebe, meint sie. In Guten Morgen Bayern auf ANTENNE BAYERN hat Brunschweiger ihre Thesen erläutert.

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Das sind Brunschweiger gewagte Ansichten

Verena Brunschweiger hat das Buch „Kinderfrei statt kinderlos“ geschrieben. Sie bezeichnet sich selbst als „Radikal-Feministin“. In ihrem Buch verdeutlicht sie, wie genervt sie ist, dass einem die Gesellschaft vorschreibt, dass man Kinder zu wollen hat. „Ich werde seit über zehn Jahren behelligt – teilweise von wildfremden Leuten – wann ich denn jetzt endlich meiner biologischen Pflicht nachzukommen trachte. Das ging mir irgendwann ziemlich auf den Senkel“, schimpft Brunschweiger. Sie vertritt grundlegend andere Positionen:

  • Kinder sind schlecht für die Umwelt. Die Lehrerin beruft sich auf eine kanadische Studie. Demnach würden wir für jedes Kind weniger pro Jahr 58,6 Tonnen CO2 einsparen.
  • Wenn wir jemanden zur Welt bringen, dann fügen wir ihm immer Leid zu. Das Beste für Kinder ist es, wenn wir sich NICHT bekommen.
  • Kinderlose Frauen sollten mit 50 Jahren eine Prämie von 50.000 Euro bekommen.

Zum Nachhören: Teil 2

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Großen Unverständnis für Anti-Kinder-Haltung

Für ihre Aussagen erntet Verena Brunschweiger große Kritik. Viele ANTENNE BAYERN-Hörer reagieren empört und bezeichnen die Thesen der Lehrerin als „Quatsch“. „Kinder sind wichtig, sie sind unsere Zukunft“, lautet das Urteil überwiegend. Die 38-Jährige reagiert auf das Unverständnis gelassen und sagt: „Ich bin nicht kinderfeindlich, ich muss sie nur nicht unbedingt selbst auf die Welt bringen.“

Zum Nachhören: Die Reaktionen - Teil 1

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